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Verkehrssünder geben sich die Klinke in die Hand
Lokales 18.09.2019

Verkehrssünder geben sich die Klinke in die Hand

Verkehrssünder geben sich die Klinke in die Hand

Foto: Lex Kleren
Lokales 18.09.2019

Verkehrssünder geben sich die Klinke in die Hand

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Das Bezirksgericht Luxemburg befasst sich in der ersten Woche nach der Rentrée judiciaire mit vielen Verstößen gegen den Code de la route.

Rund ein Viertel der Verhandlungen vor den Bezirksgerichten betreffen Verkehrsdelikte. In dieser Woche müssen sich in der hauptstädtischen Cité judiciaire allerdings fast ausschließlich Personen verantworten, die gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen haben.

Dies war gestern etwa der Fall für einen Mann, der im April dieses Jahres am Boulevard Royal mit einer Blutalkoholkonzentration von über zwei Promille erwischt worden war. Der Angeklagte gab vor Gericht zu, Alkohol getrunken zu haben. Er sei auf einer Geburtstagsfeier gewesen, habe einem Bekannten dann aber den Wagen vorbeibringen müssen. Nun muss er mit einer Geldstrafe sowie einem 22-monatigen Fahrverbot, das zur Bewährung ausgesetzt werden kann, rechnen.

Eine Frau, der Fahrerflucht vorgeworfen worden war, darf unterdessen auf einen Freispruch hoffen. Sie soll im August 2018 zwischen Gasperich und Howald mit ihrem Wagen gegen jenen eines anderen Verkehrsteilnehmer geprallt sein, sich der Situation aber nicht gestellt haben. Tatsächlich gab die Frau zu, an besagtem Tag und Ort einen Unfall gehabt zu haben.


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Allerdings sei sie gegen eine kalifornische Mauer gestoßen – nicht gegen ein anderes Fahrzeug. Da zudem die Schäden an beiden Wagen nicht kompatibel waren, es unterschiedliche Aussagen zum Tatzeitpunkt gaben und der andere Fahrer betonte, einen Porsche gesehen zu haben, nicht aber einen Honda, wie ihn die Frau fuhr, konnte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei nachweisen, dass die Angeklagte tatsächlich in den Unfall verwickelt war.

Weitaus weniger Verständnis zeigte sie für einen Wiederholungstäter, der nicht zu seinem Prozess erschienen war. Der Mann, gegen den wegen wiederholter Auffälligkeiten ein Fahrverbot bis 2032 besteht, hatte sich ohne gültigen Führerschein hinters Steuer gesetzt. In einem weiteren Verfahren wurde ihm vorgeworfen, eine Taxirechnung in Höhe von 64 Euro nicht beglichen zu haben. Er muss nun mit einer dreimonatigen Haftstrafe, einer Geldbuße und einem weiteren Fahrverbot über 30 Monate rechnen.

Die Urteile ergehen am 1. Oktober.


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