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Verkehrssicherheit: Auswirkungen des Fahrradbooms unklar
Lokales 05.11.2020

Verkehrssicherheit: Auswirkungen des Fahrradbooms unklar

Die Covid-19-Pandemie sorgte in den vergangenen Monaten für einen Boom im Fahrradverkehr.

Verkehrssicherheit: Auswirkungen des Fahrradbooms unklar

Die Covid-19-Pandemie sorgte in den vergangenen Monaten für einen Boom im Fahrradverkehr.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 05.11.2020

Verkehrssicherheit: Auswirkungen des Fahrradbooms unklar

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Immer mehr Personen nutzen das Rad im Alltag. Über die Auswirkungen auf die festgestellten Verkehrsverstöße besteht keine statistische Klarheit.

In den vergangenen Monaten haben viele Personen das Fahrrad als Transportmittel im Alltag wiederentdeckt. Der DP-Abgeordnete Max Hahn wollte deshalb in einer parlamentarischen Frage an Mobilitätsminister François Bausch und Polizeiminister Henri Kox (beide Déi Gréng) mehr über die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und die festgestellten Verstöße wissen. Im Ausland hätte der Anstieg der Fahrradfahrer nämlich aus verschiedenen Gründen zum Teil zu einem Anstieg von gefährlichen Situationen und Verkehrsverstößen geführt, so der Abgeordnete. Dies, aufgrund des Fehlverhaltens sowohl von Fahrrad- als auch von Autofahrern.

Eine klare Antwort können die beiden Minister nicht geben. Henri Kox und François Bausch betonen aber, dass in den vergangenen Monaten aus der Polizeistatistik kein Anstieg von Bußgeldern oder Strafanzeigen festzustellen sei. Dies liege aber auch daran, dass die entsprechenden Dokumente keine direkten Informationen über die Art der Fortbewegungsmittel der Betroffenen beinhalten. Sie geben also keinen direkten Aufschluss darüber, ob der Anstieg von Fahrradfahrern zu mehr Verkehrsverstößen geführt hat oder nicht. Auf andere eventuelle Methoden der Erhebung, etwa Unfallstatistiken, gehen die Minister nicht ein. 


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Die Polizei passe ihre Verkehrskontrollen aber stets an eine lokale Auswertung an. Die Beamten sollen so vermehrt an Orten Präsenz zeigen können, an denen es zu Unfällen gekommen ist. Aber auch an sensiblen Stellen etwa bei Schulen oder anderen gefährlichen Straßenabschnitten führen die Beamten Kontrollen durch. Aufgrund der Analyse können demnach die Kontrollorte angepasst und so die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer besser garantiert werden. 

Eine wichtige Rolle spielen den Ministern zufolge aber auch Aufklärungskampagnen. Es sei wichtig, dass verschiedene Regeln der Straßenverkehrsordnung den Verkehrsteilnehmer immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden. Ab dem kommenden Monat soll deshalb eine neue Kampagne gestartet werden, die auf die Wichtigkeit vom Sicherheitsabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern hinweist. 

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