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Verkehrsminister Bausch: "Graue Karten"-Daten sind sicher

Verkehrsminister Bausch: "Graue Karten"-Daten sind sicher

Foto: Sylvain Munsch
Lokales 15.05.2019

Verkehrsminister Bausch: "Graue Karten"-Daten sind sicher

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Wie geht die SNCA mit Fahrzeugzulassungsschein-Daten um? Werden "graue Karten" nach einiger Zeit zerstört? Auf diese Fragen gibt es nun eine parlamentarische Antwort.

Der CSV-Abgeordnete Félix Eischen stellte Ende März eine parlamentarische Frage an den Verkehrsminister François Bausch, in dem er wissen wollte, wie mit den Daten der sogenannten "grauen Karte" im Fall von länger abgemeldeten Fahrzeugen umgegangen wird. Üblicherweise schickt man bei einer Abmeldung die graue Karte an die SNCA, während man den gelben Fahrzeugzulassungsschein behält. Diese Regelung gibt es allerdings erst seit einigen Jahren.


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Bevor die gelbe Karte eingeführt wurde, hatten Fahrzeugbesitzer als Beleg nur die graue Karte, die sie bei einer temporäre Abmeldung einsenden mussten. Wie Eischen in seiner parlamentarischen Antwort schrieb, hätte er Informationen erhalten, wonach graue Karten, die vor 2002 eingeschickt wurden und im Gebäude der SNCA in Esch/Alzette aufgehoben wurden, vor kurzem zerstört worden wären, ohne vorher eingescannt zu werden.

Da Besitzer kein anderes Dokument als Eigentumsnachweis hätten, würde das bedeuten, dass Fahrer, die zum Beispiel ihr Motorrad vor 25 Jahren abgemeldet hätten, dieses nicht wieder anmelden könnten.

Der CSV-Abgeordnete Félix Eischen stellte die parlamentarische Frage am 22. März.
Der CSV-Abgeordnete Félix Eischen stellte die parlamentarische Frage am 22. März.
Foto: Serge Waldbillig

Doch Verkehrsminister François Bausch konnte in seiner parlamentarischen Antwort Entwarnung geben. Sowohl vor der Einführung der gelben Karte (Certificat d'immatriculation, Partie II), als auch danach wurden alle nötigen Informationen in einer Fahrzeugdatenbank erfasst. Dies werde seit den 70er Jahren so gehandhabt, wie Minister Bausch am Mittwoch mitteilte. Es würden demnach keine physischen grauen Karten archiviert oder zerstört, ohne, dass alle nötigen Informationen in einer Datenbank festgehalten werden würden. Dies sei auch im Falle einer permanenten Abmeldung so.

Besitzer, die ihre graue Karte eingeschickt haben, können ihr Fahrzeug also jederzeit wieder anmelden, wenn sie wieder damit fahren wollen.

Trotz der umfangreichen Datenerfassung gäbe es jedoch Fälle, in denen Informationen bei der Umstellung vom alten Lochkartensystem auf ein elektronisches System in den 1970ern verloren gegangen seien. Dies bestätige Verkehrsminister Bausch am Mittwoch. Hierbei handele es sich meistens um Traktoren oder Motorräder. In diesen Fällen würden die Fahrzeuge allerdings wieder in die Datenbank aufgenommen und der Besitzer könnte es über eine ministerielle Genehmigung wieder anmelden. Dies käme allerdings überaus selten vor, so Bausch in seiner parlamentarischen Antwort.


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