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Verkehr: Kein Anstieg der Unfälle mit Fußgängern
Lokales 27.11.2017

Verkehr: Kein Anstieg der Unfälle mit Fußgängern

Ein Drittel der Unfälle mit Fußgängern passieren an Fußgängerübergängen.

Verkehr: Kein Anstieg der Unfälle mit Fußgängern

Ein Drittel der Unfälle mit Fußgängern passieren an Fußgängerübergängen.
Foto: Guy Jallay
Lokales 27.11.2017

Verkehr: Kein Anstieg der Unfälle mit Fußgängern

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Im September gab das deutsche Auswärtige Amt eine Reisewarnung für Luxemburg heraus. Deutsche Staatsbürger sollten als Fußgänger besonders vorsichtig sein. Doch ist es hierzulande wirklich gefährlicher für Passanten geworden?

(dho) - Für Verwunderung sorgte es allemal, als das deutsche Auswärtige Amt im September seine Landsleute zu erhöhter Vorsicht bei Reisen nach Luxemburg mahnte. Aufgrund einer Vielzahl von Unfällen, in die Fußgänger verwickelt waren, stellte das Amt die Sicherheit seiner Landsleute in Luxemburg in Frage.

Die Reisewarnung wurde mittlerweile zurückgezogen. Dennoch bleibt die Frage, wie gefährlich es wirklich für Fußgänger auf Luxemburgs Straßen ist. In einer parlamentarischen Frage wollten die beiden Abgeordneten Max Hahn (DP) und Claude Lamberty (DP) Klarheit.

Aus den Statistiken geht hervor, dass die Zahl von Personen, die als Fußgänger im Verkehr umkamen, konstant ist. Im Schnitt kamen in den vergangenen fünf Jahren pro Jahr fünf Fußgänger um. 2014 waren es drei. 2016 acht. Schwer verletzt wurden pro Jahr in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt 48 Passanten. 2012 waren es 64, 2016 waren es 48. Eine Person gilt als schwer verletzt, wenn sie mehr als 24 Stunden in einem Krankenhaus versorgt werden musste.

Ursachen für Unfälle mit Fußgängern

Des Weiteren wollten die beiden Abgeordneten auch über die Ursache der Unfälle aufgeklärt werden. Nachhaltigkeitsminister François Bausch erklärte in der Antwort, dass sich eine große Anzahl der Unfälle bei Dunkelheit ereignet hatte. Vor allem im Herbst und im Winter, bei schlechten Sichtverhältnissen, wie etwa bei Regen oder Nebel. Ein Drittel der Unfälle ereignet sich auf Fußgängerübergängen innerhalb von Ortschaften.

Das Nachhaltigkeitsministerium berät daher zusammen mit ihren Partnern die Gemeinden zu Fragen, wie Straßen und vor allem Fußgängerübergänge sicherer gestaltet werden können. Auch bei der Schaffung von verkehrsberuhigten Zonen, wie etwa Tempo 20 oder 30 Zonen, geben die Experten Ratschläge.

Außerdem existiert bereits seit 2010 die Kampagne „Gitt siichtbar”. Minister François Bausch erinnert daran, dass bei Dunkelheit ein Fußgänger, welcher dunkle Kleidung trägt, erst ab einer Entfernung von 25 Meter von einem Autofahrer gesehen wird. Nebel oder Regen verschlechtern die Sichtverhältnisse zusätzlich. Trägt der Fußgänger aber reflektierende Kleidung oder Accessoires, so kann er bereits ab 140 Meter Entfernung zu sehen sein.



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