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Vergewaltigung: Drei Frauen belasten ihren Vater
Lokales 21.03.2019

Vergewaltigung: Drei Frauen belasten ihren Vater

Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.

Vergewaltigung: Drei Frauen belasten ihren Vater

Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.
Foto: Lex Kleren
Lokales 21.03.2019

Vergewaltigung: Drei Frauen belasten ihren Vater

Drei junge Frauen belasten ihren Vater vor Gericht schwer: Er soll sie jahrelang vergewaltigt und bedroht haben. Der Mann streitet ab.

(SH) - Mehrere Jahre lang soll ein Vater drei seiner Töchter vergewaltigt und bedroht haben. Vor Gericht belasteten die jungen Frauen den Mann nun schwer, erklärten jedoch auch, warum sie so lange geschwiegen haben. „Ich konnte mich niemandem anvertrauen, denn er hatte ja immer noch meine Schwestern“, erklärte die älteste der Frauen unter Tränen und betonte, dass ihr Vater sie immer wieder zum Geschlechtsverkehr gezwungen habe und ihr angedroht habe, ihrer Familie etwas anzutun, sollte sie sich weigern.

Erst nachdem sie 2011 erfahren habe, dass sich der mittlerweile 62-Jährige bereits an ihren Schwestern vergriffen hatte, habe sie sich dazu entschieden, Anzeige zu erstatten. Anvertrauen wollte sie sich jedoch nur den Behörden in Luxemburg, wo ihr Vater lebte. „Ich hatte kein Vertrauen in jene der Philippinen“, sagte sie mit Verweis auf das Herkunftsland der Familie. Auch die gemeinsame Mutter wollte sie nicht belasten: „Sie hatte uns meinem Vater anvertraut. Ich wusste nicht, was sie sich antun würde, wenn sie die Wahrheit erfahren würde.“

"Ich will mich nicht erinnern"

Auch die jüngste der Schwestern gab vor Gericht an, einmal vom Vater vergewaltigt worden zu sein. „Ich will mich nicht an die Details erinnern“, erklärte sie weiter, betonte jedoch auch, dass ihr Vater ihr drohte, die Mutter umzubringen, falls sie etwas sagen würde.


Vater wegen Missbrauchs seiner Töchter vor Gericht
Ein Vater soll seine Töchter vergewaltigt und missbraucht haben. Nun muss er sich vor Gericht verantworten. Er streitet die Vorwürfe ab.

Die dritte Schwester erzählte ebenfalls von Vergewaltigungen und Drohungen. Sie hätte dies über sich ergehen lassen, um ihre Schwestern zu schützen. Der Vater habe zunächst das ältere der Mädchen „bevorzugt“. Als dieses dann auf die Philippinen zurückkehrte, nachdem es 2006 einen Selbstmordversuch und einen Schwangerschaftsabbruch erlebt hatte, habe er sich ihr genähert.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe der Vergewaltigung stets abgewiesen, beim Untersuchungsrichter aber erklärt, in beidseitigem Einverständnis eine sexuelle Beziehung zur ältesten Tochter, die damals bereits großjährig war, gehabt zu haben. Er wird voraussichtlich am Freitag aussagen.

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