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Verdächtiger für versuchten Trierer Goldschatzraub ermittelt
Lokales 1 2 Min. 04.05.2021

Verdächtiger für versuchten Trierer Goldschatzraub ermittelt

Mit diesem Bild einer Überwachungskamera fahndete die Polizei nach den Einbrechern. Den Durchbruch brachte aber eine DNA-Spur.

Verdächtiger für versuchten Trierer Goldschatzraub ermittelt

Mit diesem Bild einer Überwachungskamera fahndete die Polizei nach den Einbrechern. Den Durchbruch brachte aber eine DNA-Spur.
Foto: Polizei Trier
Lokales 1 2 Min. 04.05.2021

Verdächtiger für versuchten Trierer Goldschatzraub ermittelt

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Ein 28-jähriger Niederländer soll im Oktober 2019 versucht haben, den Trierer Goldschatz mit Gewalt zu stehlen, so die Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft Trier hat Anklage gegen einen 28-jährigen Niederländer  erhoben. Sie verdächtigt den Mann, als einer von mindestens drei Tätern in der Nacht zum 8. Oktober 2019 in das Rheinische Landesmuseum in Trier eingebrochen zu sein - um den dort ausgestellten „Trierer Goldschatz“ zu stehlen, was ihm allerdings nicht gelang.

Der Einbruchsversuch schockte Trier und auch die überregionale Kulturwelt:  Mindestens zwei zunächst unbekannte Täter kletterten an der Außenfront des Gebäudes über ein Baugerüst, das seinerzeit zu Fassadenarbeiten aufgestellt war, in den ersten Stock. Sie hebelten ein Fenster auf und gelangten so ins Gebäudeinnere. Dort fanden sie gleich ihr Ziel im Münzkabinett des Museums: den „Trierer Goldschatz“, bestehend aus mehr als 2.500 römischen Goldmünzen. Das Exponat gilt als der umfangreichste Goldschatzfund aus der Römischen Kaiserzeit - ein Museumsstück von Weltruf. 

Mit brachialer Gewalt, aber ohne Erfolg

Die Täter brachen die Tür zum Münzkabinett mit brachialer Gewalt auf und versuchten unter Verwendung eines Vorschlaghammers den mit einer Panzerglasabdeckung verschlossenen Kubus aufzubrechen, in dem die Münzen aufbewahrt wurden. Es gelang ihnen jedoch nicht, die Panzerglasscheibe zu durchschlagen. Nach kurzer Zeit mussten sie ihr Vorhaben abbrechen, weil sich Einsatzkräfte der Polizei näherten, die durch die ausgelöste Alarmanlage alarmiert worden waren. Die Täter flüchteten durch einen Nebeneingang des Museums. 


Ein Teil der Münzen mit dem beschädigten Kupfergefäß.
Hintergrund: Der "Trierer Goldschatz"
Er besteht aus über 2.600 Münzen aus dem 1. und 2. Jahrhundert, ist insgesamt 18,5 Kilo schwer und kam durch reinen Zufall ans Tageslicht. Der "Trierer Goldschatz" ist ein weltweit einmaliger Fund.

Die Polizei fahndete mit Bildern aus einer Überwachungskamera nach den beiden Tätern und bemühte auch die Fernsehshow "Aktenzeichen XY ... ungelöst"; nach der Ausstrahlung im ZDF gingen allerdings keine verwertbaren Hinweise bei den Ermittlern ein. 

Jetzt präsentiert die Trierer Staatsanwaltschaft einen Durchbruch: Die Kriminaldirektion Trier konnte anhand einer DNA-Spur, von einer am Tatort zurückgelassenen Sporttasche, einen 28-jährigen Niederländer als Tatverdächtigen ermitteln. Der Mann wurde inzwischen aufgrund eines Europäischen Haftbefehls des Amtsgerichts Trier in den Niederlanden festgenommen und bereits am 11.12.2020 aufgrund eines Auslieferungsersuchens von den niederländischen Behörden ausgeliefert.


Trierer Goldschatz: Polizei fahndet mit Video nach Tätern
Das Polizeipräsidium Trier veröffentlichte am Freitag ein Überwachungsvideo der beiden Verdächtigen, in der Hoffnung dadurch Hinweise auf ihre Identität zu erhalten.

Er bestreitet eine Tatbeteiligung. Die Staatsanwaltschaft hält ihn aufgrund des Ergebnisses der durchgeführten Ermittlungen jedoch für hinreichend verdächtig, einer der Täter gewesen zu sein, die für den versuchten Diebstahl des Goldschatzes verantwortlich sind. Sie hat daher Anklage wegen gemeinschaftlich begangenen versuchten Diebstahls im besonders schweren Fall bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Trier erhoben. Der Angeschuldigte befindet sich seit seiner Auslieferung aus den Niederlanden in Untersuchungshaft. Die unbekannten Mittäter konnten bisher nicht ermittelt werden.


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Ein Teil der Münzen mit dem beschädigten Kupfergefäß.