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Verbot von Pflanzenschutzmitteln: 42 Gemeinden verzichten auf Pestizide
Lokales 13.01.2016

Verbot von Pflanzenschutzmitteln: 42 Gemeinden verzichten auf Pestizide

Der öffentliche Raum wird aufgrund einer gesetzlichen Regelung pestizidfrei.

Verbot von Pflanzenschutzmitteln: 42 Gemeinden verzichten auf Pestizide

Der öffentliche Raum wird aufgrund einer gesetzlichen Regelung pestizidfrei.
Foto: Ëmweltberodung Lëtzebuerg
Lokales 13.01.2016

Verbot von Pflanzenschutzmitteln: 42 Gemeinden verzichten auf Pestizide

Um die Gesundheit der Bürger sowie das Grundwasser und die Artenvielfalt zu schützen, dürfen im öffentlichen Raum seit Jahresbeginn keine Pflanzenschutzmittel mehr verwendet werden.

(ml) - Die Auswirkungen und Risiken von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf die Umwelt und die Gesundheit sind längst bekannt. Sie gelangen durch Auswaschung und Versickern in den Boden, in Gewässer, Flüsse und Seen. Durch die Herbiziderückstände im Stausee rückte das Thema Pestizide im vergangenen Jahr verstärkt in den Vordergrund. Immer wieder wird die industrielle Landwirtschaft, die mit dem Einsatz von Dünger und Pestiziden wie dem umstrittenen Glyphosat Schäden anrichtet, gerügt.

Am 1. Januar trat in Luxemburg das Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf öffentlichen Flächen in Kraft. Insbesondere die Gemeinden und die Straßenbauverwaltung sind nun dazu verpflichtet, bei der Bekämpfung von Unkraut auf chemische Substanzen zu verzichten.

Die "Ëmweltberodung Lëtzebuerg", die sich seit 2011 als Koordinator der Kampagne "Ohne Pestizide" für den Verzicht von Pestiziden auf öffentlichen Grünflächen einsetzt, begrüßt die neue Regelung. Sie sei die einzig richtige Konsequenz einer Entwicklung, die bereits vor Jahren eingesetzt habe.

Bereits jetzt gebe es erste positive Erfolge zu verzeichnen, heißt es weiter. Schon vor dem Inkrafttreten des Verbots haben sich 42 der 105 Gemeinden in Luxemburg freiwillig zum Verzicht von Pestiziden in öffentlichen Grünräumen bekannt. Neben Luxemburg-Stadt haben u. a. auch Esch, Differdingen, Düdelingen und Bettemburg einen 100%-Verzicht bereits beschlossen. Zum Jahresbeginn haben weitere 44 Kommunen den Einsatz des umstrittenen Unkrautgifts eingeschränkt.

Bleibt zu hoffen, dass sich auch die Besitzer von Privatgärten ein Beispiel daran nehmen. Mit dem Verzicht von Pestiziden wird der Natur künftig mehr Raum in den Städten und Ortschaften gestattet. Die Partner der Kampagne "Ohne Pestizide" hoffen, dass der neu eingeschlagene Weg innerhalb der Bevölkerung auf Toleranz stößt. Mehr Grün in den Dörfern und Städten bedeutete nicht nur mehr Natur- und Gewässerschutz und eine bessere Gesundheit der Menschen, sondern erhöhe auch nachweislich die Lebensqualität der Bürger.


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