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"Vëlos-Initiativ" stellt Karte vor: Vom Sofa in den Sattel
Lokales 3 Min. 27.03.2017

"Vëlos-Initiativ" stellt Karte vor: Vom Sofa in den Sattel

Bei gutem Wetter bietet sich ein Ausflug mit dem Fahrrad an.

"Vëlos-Initiativ" stellt Karte vor: Vom Sofa in den Sattel

Bei gutem Wetter bietet sich ein Ausflug mit dem Fahrrad an.
Foto: Steve Remesch/LW-Archiv
Lokales 3 Min. 27.03.2017

"Vëlos-Initiativ" stellt Karte vor: Vom Sofa in den Sattel

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Damit Radfahrer ihre gewünschte Strecke auch finden, hilft die "Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ" mit einer aktuellen Karte. Sie enthält jedoch mehr als nur landesweite Radwege.

(dho) - Radfahren ist etwas für Leistungssportler, könnte man meinen, wenn man die gut ausgestatteten Rennradfahrer in voller Montur über die Straße sausen sieht. Dem ist aber nicht unbedingt so. Denn Radfahren ist ein Hobby, das Sport sein kann, aber auch Entspannung. Es gibt schöne, abgelegene Strecken durch die Natur Luxemburgs, für die sogar einige aus dem Ausland extra anreisen. Fahrradtourismus ist so auch hierzulande ein Begriff.

Die aktuelle Karte

Damit jeder den gewünschten Weg findet, gibt die „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“ seit mehreren Jahren eine Karte mit eingezeichneten Fahrradwegen heraus. Die aktuelle Ausgabe ist seit kurzem im Buchhandel oder bei der „Vëlos-Initiativ“ für fünf Euro erhältlich. In der Karte sind sowohl Beschaffenheit der Radwege, als auch Steigungen, Streckendistanzen und wo es einen Fahrradverleih gibt, abgebildet. Die Angabe wo sich die Bahnhöfe befinden, erlaubt Fahrrad und Zug zu kombinieren und so dann einen Teil 
der Strecke per Bahn zurückzulegen.

Wenn schon extra Touristen zum Radfahren hierherkommen, warum nicht auch als Einheimischer, ob nun Sportler oder Ausflügler, sich über die Fahrradwege in Luxemburg informieren? Über 600 Kilometer Radweg gibt es momentan, bestehend aus nationalen und regionalen Strecken. Vor allem im Westen des Landes und in der Fels wurden in den vergangenen Jahren die Radwege erweitert, so Monique Goldschmit Präsidentin der „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“.

Mit dem Ausbau soll jedoch noch nicht Schluss sein. Ziel des Nachhaltigkeitsministeriums ist es, in den nächsten Jahren insgesamt 1 400 Kilometer Streckennetz für die Radfahrer auszubauen. Bis 2018 werden es 753 Kilometer sein. Bis 2021 dann 838 Kilometer.

Eine mehrtägige Tour

Genug also um auch etwas länger unterwegs zu sein. Wer eine Wochenendtour oder gar einen längeren Trip plant, für den gibt es spezielle „Bed and Bike“-Angebote. 91 Beherbergungen sind momentan auf Radfahrer ausgerichtet. Welche das sind, ist auf www.bedandbike.lu zu erfahren.

Auch Verbindungen ins Ausland, wie etwa nach Bastogne oder Bitburg sind in der Karte vermerkt. Gut von Touristen genutzt sei laut Monique Goldschmit die Strecke Aachen – Ulflingen (125 Kilometer) entlang der ehemaligen Vennbahn. Jedoch fehle hier noch eine Verbindung weiter bis nach Clerf. „Wir raten den Radfahrern hier gewöhnlich bis zu 
ihrer nächsten Destination auf den Zug umzusteigen“, so Monique Goldschmit.

Der Fahrradtourismus in Luxemburg wird durch den Anschluss an internationale Radwegnetzwege wie etwa den „Saarlandradweg“, den „Prümtal-Radweg“ oder den „EuroVelo 5“ gefördert. Der „EuroVelo 5“ führt von Martelingen quer durch das Land bis nach Remerschen. Folgt man dem Weg über die Grenze hinaus, führt er bis nach Rom, respektive in die andere Richtung nach London.

Einiges bleibt zu tun

Hinsichtlich der Qualität der Radwege stünde Luxemburg im Vergleich zu anderen Ländern exzellent da. 95 Prozent der nationalen Radwege seien asphaltiert. Im Hinblick auf die Lücken, die sich noch zwischen den einzelnen Radwegen befinden, stünde das Land jedoch nicht allzu gut da, so die Präsidentin der „Vëlos-Initiativ“. Es bleibe noch einiges an Arbeit. Etwa rund um die Touristengebiete des Stausees müssten die Radwege ausgebaut werden.

Wie schnell nun das sehr ambitiöse Ziel des Ausbaus des Radnetzes durch das Nachhaltigkeitsministeriums umzusetzen sein wird, hängt unter anderem auch davon ab, wann die erforderlichen Grundstücke erworben werden. Das Vorhaben sei jedoch nicht allein der Ausbau zwischen den Radwegen, sondern auch eine besser Anbindung an die umliegenden Bahnhöfe und Ortschaften. Dies im Hinblick darauf, dass mehr Menschen täglich ihr Fahrrad nicht nur in ihrer Freizeit nutzen, sondern auch als Transportmittel.

Die Karte: „Luxembourg by cycle“

Die Fahrradwegkarte ist erhältlich in Buchhandlungen oder kann bei der „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“ bestellt werden für 6 Euro (mit Versand innerhalb Luxemburgs) oder 7 Euro (mit Versand innerhalb 
Europas). Mehr Informationen unter  www.lvi.lu


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