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US-Luftwaffe verlegt Tarnkappenjets in die Eifel
Lokales 2 Min. 23.02.2022 Aus unserem online-Archiv
Ukraine

US-Luftwaffe verlegt Tarnkappenjets in die Eifel

Ein F35 Kampfflugzeug der US-Luftwaffe startet vom Flugplatz Spangdahlem.
Ukraine

US-Luftwaffe verlegt Tarnkappenjets in die Eifel

Ein F35 Kampfflugzeug der US-Luftwaffe startet vom Flugplatz Spangdahlem.
Foto: Foto Hosser/dpa
Lokales 2 Min. 23.02.2022 Aus unserem online-Archiv
Ukraine

US-Luftwaffe verlegt Tarnkappenjets in die Eifel

Die Ukraine-Krise sorgt für globale Truppenbewegungen. Die US Air Force hat in der Eifel F-16 Kampfjets gegen F-35 Tarnkappenbomber getauscht. Einen Einsatz in der Ukraine hat Biden ausgeschlossen.

(dpa/tom) - Die US-Streitkräfte haben bereits vor einigen Tagen Tarnkappenjets auf den Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in der Eifel verlegt. Fotos zeigten die Maschinen am Dienstag beim Start. Die US-Luftwaffe hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, die Kampfflugzeuge vom Typ F-35A Lightning II seien angekommen. Am 11. Februar hatte die US Air Force als Reaktion auf russische Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine die bisher in Spangdahlem stationierten F16-Kampfjets auf die Luftwaffenbasis Fetesti in Rumänien verlegt. 


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Diese und andere Verlegungen erfolgten in vollständiger Zusammenarbeit mit den Gastnationen und der Nato vorübergehend. Es handele sich um „umsichtige Maßnahmen“, um Bereitschaft und die gemeinsame Verteidigung in einer Phase der Ungewissheit zu verstärken. Über die Anzahl der Maschinen, die nach Spangdahlem verlegt wurden, gab es keine Angaben. 

Einen Einsatz des US-Militärs in der Ukraine hat Biden hingegen stets ausgeschlossen. Zudem sind die F-16 Flugzeuge bereits in die Jahre gekommen. Die Modelle wurden von 1976 bis 2013 gebaut.

Tarnkappenbomber, demnächst mit Nuklearerlaubnis

Die vom US-Konzern Lockheed-Martin gebaute Maschine gilt als das modernste Tarnkappen-Kampfflugzeug der Welt. Zurzeit läuft das Zertifizierungsverfahren, das es den Jets vom Typ F-35A erlauben soll, mit atomaren Waffen bestückt zu werden. Ein umfangreiches Testprogramm für B61-12-Atombomben seien abgeschlossen, so ein Sprecher der Air Force. Danach folgen weitere Ausbildungsphasen, die bis spätestens Januar 2023 abgeschlossen sein sollen. Allerdings sollen nur diejenigen Einheiten die entsprechende Hardware erhalten, die auch tatsächlich einen „nuklearen Auftrag“ haben. 


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Die B61-Atombombe ist Teil des sogenannten „NATO Nuclear Weapons Sharing Program“, zu Deutsch „Nukleare Teilhabe“. Das bedeutet, sie wird auch außerhalb der USA gelagert. Etwa 150 Bomben vom Typ B61 sind in Deutschland, Belgien, Italien, den Niederlanden und der Türkei stationiert. In Belgien sollen „rund ein Dutzend“ B61-Bomben auf dem Stützpunkt Kleine Brogel in der Nähe von Hasselt liegen. Auf dem Stützpunkt der deutschen Luftwaffe in Büchel in der Eifel, knapp 60 Kilometer von Spangdahlem und etwa 70 Kilometer von der Luxemburger Grenze entfernt, lagern nach Medienberichten B61-Bomben mit einer Sprengkraft von insgesamt 50 Kilotonnen TNT. Zum Vergleich: Die Hiroshima-Bombe hatte 13 Kilotonnen. 


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