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Urteilsverkündung: Acht Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs
Lokales 04.03.2015

Urteilsverkündung: Acht Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs

Der Prozess fand Anfang Februar vor dem Bezirksgericht Luxemburg statt.

Urteilsverkündung: Acht Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs

Der Prozess fand Anfang Februar vor dem Bezirksgericht Luxemburg statt.
Serge Waldbillig
Lokales 04.03.2015

Urteilsverkündung: Acht Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs

Am Mittwoch fiel das Urteil gegen einen Mann aus Sandweiler, der seine eigenen Kinder jahrelang sexuell missbraucht haben soll. Die Kriminalkammer verurteilte den Angeklagten zu einer achtjährigen Gefängnisstrafe, davon fünf Jahre auf Bewährung.

(mth) - Am Mittwoch fiel das Urteil gegen einen Mann aus Sandweiler, der seine eigenen Kinder jahrelang sexuell missbraucht haben soll. Die Kriminalkammer verurteilte den Angeklagten zu einer achtjährigen Gefängnisstrafe, davon fünf Jahre auf Bewährung. Der 45-Jährige muss zudem rund 9800 Euro an Entschädigung sowie die Verfahrenskosten zahlen. Das Gericht blieb somit hinter der Strafforderung der Staatsanwaltschaft zurück, welche zwölf Jahre Haft gefordert hatte.

Dem Angeklagten wurde demnach in erster Instanz für schuldig befunden, seine eigene Tochter sexuell misshandelt und vergewaltigt zu haben. Auch den jüngeren Bruder des Opfers soll er wiederholt missbraucht haben. Der Fall war im Oktober 2010 aufgeflogen, nachdem die damals neunjährige Tochter sich der Mutter sowie ihren Großeltern anvertraut hatte.

Der Angeklagte legte gegenüber den Ermittlern und dem Untersuchungsrichter ein Teilgeständnis ab, und ging dabei zum Teil weiter, als während der öffentlichen Sitzung Anfang Februar, während der er vor Gericht versucht hatte, seine Handlungen herunterzuspielen. Er habe sehr wohl mit seiner Tochter "gekuschelt" und "nur zwei Mal" sei ihm dabei "die Hand ausgerutscht", wobei es sich aber "nicht um einen bewussten sexuellen Akt" gehandelt habe. Seinen Sohn dagegen will er nie sexuell missbraucht haben. Zu den vom Kind angesprochenen Berührungen sei es lediglich "bei der Pflege" gekommen.


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