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Urteil in erster Instanz: Bewährungsstrafe für Stalker
Das Gericht hat der Strafforderung der Staatsanwaltschaft vollends Folge geleistet.

Urteil in erster Instanz: Bewährungsstrafe für Stalker

Foto: Steve Remesch
Das Gericht hat der Strafforderung der Staatsanwaltschaft vollends Folge geleistet.
Lokales 08.02.2018

Urteil in erster Instanz: Bewährungsstrafe für Stalker

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Nach einer gemeinsamen Affäre hatte ein 37-jähriger Mann eine 35-jährige Frau über Monate hinweg belästigt, bedroht und bei zwei Gelegenheiten tätlich angegriffen. Am Donnerstag wurde er nun verurteilt.

(str) - Nach einer gemeinsamen Affäre hatte ein 37-jähriger Mann eine 35-jährige Frau über Monate hinweg belästigt, bedroht und bei zwei Gelegenheiten tätlich angegriffen.

Am Donnerstag wurde Olivier G. nun zu einer Haftstrafe von neun Monaten verurteilt. Da der Mann nicht vorbestraft ist und im Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte, wurde der Vollzug der Gefängnisstrafe allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Er muss eine Geldstrafe in Höhe von 750 Euro bezahlen.

Der Leidensweg des Opfers in diesem Fall hatte sich über mehr als 20 Monate erstreckt. Obwohl die Frau regelmäßig bei der Polizei Anzeige erstattete und der Mann ausdrücklich von der Staatsanwaltschaft verwarnt worden war, hatte der Täter nicht von ihr abgelassen. Wenn sich ihre Wege kreuzten, belästigte und bedrohte er sie. Einmal würgte er sie und bei einer anderen Gelegenheit hatte er sie derart fest auf den Hinterkopf geschlagen, dass sie vom Barhocker fiel und sich am Fuß verletzte.

Zudem hatte die Polizei nachgewiesen, dass Olivier G. die Frau insgesamt 1.146 Mal über Telefonanrufe und Kurzmitteilungen belästigt hatte. Oftmals gab es bis zu 17 oder 18 Anrufe in einer Nacht.

Mit dem Urteil hat das Gericht der Strafforderung der Staatsanwaltschaft vollends Folge geleistet.