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Urteil im "G33"-Prozess: Drastische Gefängnisstrafen für nigerianische Drogenbande
Lokales 10.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Urteil im "G33"-Prozess: Drastische Gefängnisstrafen für nigerianische Drogenbande

Am 27. Oktober 2015 hatte die Polizei in Wasserbillig zugeschlagen.

Urteil im "G33"-Prozess: Drastische Gefängnisstrafen für nigerianische Drogenbande

Am 27. Oktober 2015 hatte die Polizei in Wasserbillig zugeschlagen.
Foto: Chris Karaba
Lokales 10.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Urteil im "G33"-Prozess: Drastische Gefängnisstrafen für nigerianische Drogenbande

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Langjährige Haftstrafen hat die Kriminalkammer am Freitagmorgen gegen 21 Mitglieder des nigerianischen Drogennetzwerks verhängt. Der Anführer der Gruppe wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

(str) - Drastische Haftstrafen hat die Kriminalkammer am Freitagmorgen gegen 21 Mitglieder des nigerianischen Drogennetzwerks verhängt. Die Bande hatte seit 2011 den Straßenhandel mit harten Drogen im hauptstädtischen Bahnhofsviertel kontrolliert und in Wasserbillig einen regelrechten Drogenbunker betrieben.

Joseph E. wurde als Anführer des Netzwerks zu einer Haftstrafe von 15 Jahren ohne Bewährung sowie einer Geldbuße von 10.000 Euro verurteilt. Das gleiche Strafmaß wurde Victor N. zuteil, der die Bande aus dem belgischen Athus mit Kokain belieferte.

Bekky T., die Geliebte von Joseph E. und Betreiberin des Drogenhauses "G33" in Wasserbillig, wurde zu neun Jahren Haft, davon drei auf Bewährung verurteilt. Dazu kommt eine Geldstrafe in Höhe von 2500 Euro.

Sechs Jahre Haft für Dealer

Für 18 Männer, die als Drogendealer angeklagt waren, verhängte die Kriminalkammer durchgehend Haftstrafen von jeweils sechs Jahren und Geldstrafen in Höhe von 1000 Euro. Sechs Verurteilten kommt ein teilweiser Strafaufschub über zwei Jahre zu.

Damit ist die Kriminalkammer unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaß geblieben. Für Joseph E. hatte die Anklägerin 18 Jahre Gefängnis beantragt, für Bekky T. zwölf Jahre.

Das Gericht ordnete zudem an, das „G33“-Haus in Wasserbillig bis zu einem Wert von 136 000 Euro zu beschlagnahmen. Das entspricht der Summe, die Joseph E. den Rechnungen der Ermittler zufolge während der zehnmonatigen Observierung des Gebäudes erwirtschaftet haben soll.


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