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Urteil gegen Tunnelraser: Das Auto als Tatwaffe
Lokales 16.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Urteil gegen Tunnelraser: Das Auto als Tatwaffe

Bei der Verfolgung des Rasers verunglückten die Polizisten mit ihrem Dienst-SUV.

Urteil gegen Tunnelraser: Das Auto als Tatwaffe

Bei der Verfolgung des Rasers verunglückten die Polizisten mit ihrem Dienst-SUV.
Foto: Steve Remesch / LW-Archiv
Lokales 16.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Urteil gegen Tunnelraser: Das Auto als Tatwaffe

Ein Raser, der mit 170 km/h an der Polizei vorbeizog und dann flüchtete, ist am Donnerstag zu einer Geldstrafe und zu einem bedingten Führerscheinentzug verurteilt worden. Zudem wird sein Sportwagen beschlagnahmt.

(str) - Die Richter der siebten Strafkammer zeigten am Donnerstag im Prozess gegen einen Raser keine Gnade: Sie trugen den Strafforderungen der Staatsanwaltschaft auf ganzer Linie Rechnung und verurteilten jenen Mann, der im Juni 2019 mit 171 km/h an einer Radarkontrolle im Tunnel Grouft vorbeigerast war und dann eine Verfolgungsjagd provozierte, die für die Polizei mit einem Unfall endete.

2.000 Euro Geldstrafe

So verhängte die 7. Strafkammer gegen William M. eine Geldstrafe von 1.500 Euro wegen des Délit de grande vitesse und seines unverantwortlichen und unvorsichtigen Fahrverhaltens.


Unfall auf der A1: Raser ist Wiederholungstäter
Mit 170 km/h rast am Montag ein Autofahrer durch den Autobahntunnel Grouft auf der A7. Als Polizisten die Verfolgung aufnehmen, kommt es zu einem Unfall. Den flüchtigen Fahrer erwartet nun ein Gerichtsverfahren.

Dazu kommen weitere Bußgelder von 300 Euro wegen den Umständen entsprechend gefährlicher Fahrgeschwindigkeit und zweimal jeweils 100 Euro, weil er den Anweisungen der Polizisten nicht Folge geleistet hatte und, weil er, ohne den Blinker zu setzen, die Fahrspur gewechselt hatte.

12 Monate Führerscheinentzug

Wegen des Délit de grande vitesse kommt ein Fahrverbot von 12 Monaten dazu. Von diesem ausgenommen sind Fahrten in beruflichen und familiären Kontext.


Tunnel Grouft
Prozess: Mit 171 km/h durch den Tunnel
Ein Raser provoziert im vergangenen Juni eine Verfolgungsjagd, die für die Polizei mit einem Unfall endet. Am Donnerstag fällt das Urteil im Prozess.

Darüber hinaus entschieden die Richter, das Tatwerkzeug des Rasers, einen Sportwagen vom Typ BMW M2, beschlagnahmen zu lassen.

Der Verurteilte kann binnen 40 Tagen gegen das Urteil Berufung einlegen.


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