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Urteil des Verwaltungsgerichts: Fuchsjagdverbot ist rechtens
Das Jagdverbot auf den Fuchs ist laut Verwaltungsgericht rechtens.

Urteil des Verwaltungsgerichts: Fuchsjagdverbot ist rechtens

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Das Jagdverbot auf den Fuchs ist laut Verwaltungsgericht rechtens.
Lokales 09.06.2016

Urteil des Verwaltungsgerichts: Fuchsjagdverbot ist rechtens

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Das Verwaltungsgericht gibt dem Umweltministerium Recht und lässt die Jäger abblitzen: Das Jagdverbot auf Fuchs und Wildschwein ist damit rechtens.

(jag) - Nun haben es die Jäger schwarz auf weiß: Das vom Umweltministerium beschlossene Jagdverbot auf den Fuchs und das teilweise Jagdverbot auf Wildschweine ist rechtens. Zu diesem Schluss kommt das Verwaltungsgericht in seinem jetzt veröffentlichten Urteil. Der Jagdverband "Fédération Saint-Hubert" hatte Einspruch gegen die großherzogliche Verordnung erhoben. Die Maßnahme sei unnötig, nicht wirksam, gefährlich und benachteilige die Jäger.

In ihren Ausführungen erklären die Richter, dass es ihnen nicht zustehen würde, in der politischen Fragestellung zu entscheiden. Allerdings könne ergründet werden, ob die Regierung die Entscheidung im Interesse des Allgemeinwohls getroffen hat. Zudem muss die Entscheidung des Gesetzgebers nachvollziehbar und dem Ziele entsprechend angemessen sein.

Kein Fehler nachgewiesen

Einerseits kann die Jägerschaft dem Gesetzgeber keinen eindeutigen Fehler bei der Einschätzung der Lage nachweisen. Auf der anderen Seite können die Jäger nicht eindeutig beweisen, dass die Zahl der Füchse durch die Jagd begrenzt wird. Auch die Gefahr, die vom Fuchsbandwurm ausgeht, lässt der Richter in diesem Maße nicht gelten.  Zudem sei das Verbot zeitlich beschränkt, es könne also nachgebessert werden, wenn sich die Situation denn wirklich verschlimmern würde.

Als letzten Punkt weist das Gericht schließlich das Argument der Jägerschaft zurück, diese würden durch die Regelung gegenüber anderen Waldbenutzern benachteiligt. Die Aktivitäten der Jäger im Walde seien eben nicht mit jenen gleich zu stellen, die dort bloß wandern oder Rad fahren. Für diese Benutzer würden zudem andere Gesetze wie zum Beispiel das Naturschutzgesetz Anwendung finden.        


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