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Urteil: 16 Jahre für Gilles Lousada
Lokales 2 Min. 25.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Prozess um räuberische Geiselnahme

Urteil: 16 Jahre für Gilles Lousada

Gilles Lousada 2007 bei dem Prozess um Überfälle auf Geldtransporter in Lamadelaine, in dem er in erster Instanz zu 22 Jahren Haft verurteilt wurde.
Prozess um räuberische Geiselnahme

Urteil: 16 Jahre für Gilles Lousada

Gilles Lousada 2007 bei dem Prozess um Überfälle auf Geldtransporter in Lamadelaine, in dem er in erster Instanz zu 22 Jahren Haft verurteilt wurde.
Anouk Antony
Lokales 2 Min. 25.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Prozess um räuberische Geiselnahme

Urteil: 16 Jahre für Gilles Lousada

Im Prozess gegen Gilles Lousada und Habès B., die im Dezember 1999 einen Bankangestellten und dessen Familie zu Hause überfallen haben, wurde am Mittwoch das Urteil gesprochen.

(str/mth) - Im Prozess gegen Gilles Lousada und Habès B., die im Dezember 1999 einen Bankangestellten und dessen Familie zu Hause überfallen haben, wurde am Mittwoch das Urteil gesprochen.

Gilles Lousada ist zu einer Haftstrafe von 16 Jahren ohne Bewährung verurteilt worden. Der Mitangeklagte Habès B. muss für 14 Jahre ins Gefängnis. Zusätzlich müssen die beiden Verurteilten 60 000 Euro Entschädigung an die vier Familienmitglieder zahlen, die nach dem Überfall zum Teil an schweren psychischen Folgeschäden litten.

Der Versicherungsgesellschaft des Arbeitgebers des Opfers wurden zusätzlich 175 000 Euro zugesprochen – also exakt jene Summe, die Lousada und seine drei Komplizen am 9. Dezember 1999 bei dem Raub in der Bankfiliale in Rodange erbeutet hatten.

Die Richter blieben somit leicht unter der Strafforderung der Staatsanwaltschaft zurück. Die Vertreterin der Anklage hatte 18 Jahre Haft ohne Bewährung für Gilles Lousada und 15 Jahre ohne Bewährung für seinen Komplizen Habès B. gefordert. In ihrem Strafantrag appellierte sie an das Gericht, keine mildernden Umstände gelten zu lassen, da der Raubüberfall mit Geiselnahme einer ganzen Familie als außerordentlich schwere Straftat anzusehen sei, insbesondere weil zum Zeitpunkt der Tat zwei Minderjährige unter den Opfern gewesen seien.

Neben Habès B. und Gilles Lousada, der derzeit bereits eine 27-jährige Haftstrafe wegen diverser schwerer Straftaten in Schrassig absitzt, darunter zwei Raubüberfälle, wurde der dritte mutmaßliche Täter des Überfalls bereits im November 2012 zur Rechenschaft gezogen. Der Franzose David Sciutti, der 2003 aus seiner Untersuchungshaft in Luxemburg flüchtete, verbüßt derzeit wegen anderer Straftaten eine 20-jährige Haftstrafe in Frankreich.

Sciuttis DNS wurde allerdings nicht nur im Dezember 1999 in der Bankfiliale in Rodange und im Haus der überfallenen Familie des Angestellten sichergestellt, sondern auch nach einem Überfall auf die selbe Filiale am 25. Februar des selben Jahres. Da die Ermittler davon ausgehen mussten, dass es sich bei den Urhebern beider Überfälle jeweils um die Personengruppe handelte, wurden im Zusammenhang mit dem Banküberfall zunächst auch nach DNS-Spuren der beiden Angeklagten im Prozess um die Geiselnahme gesucht – allerdings ohne Erfolg.

Im Gegensatz zu Habès B., derin einem Teilgeständnis zwar seine Beteiligung an dem Raubüberfall zugegeben, jedoch nicht die Identität seiner Komplizen preisgegeben hatte, stritte Gilles Lousada jegliche Beteiligung an der Tat ab. Sein Anwalt hatte sogar die Zuverlässigkeit der Beweisführung, die zum Großteil auf Indizien und vor allem DNS-Spuren basierte, angezweifelt.

Die Angeklagten haben nun 40 Tage Zeit, um Berufung gegen das Urteil in erster Instanz einzulegen.


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