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Urlaub zuhause: Abenteuer-Tourimus in Luxemburg
Lokales 5 Min. 04.09.2013 Aus unserem online-Archiv

Urlaub zuhause: Abenteuer-Tourimus in Luxemburg

Im Hochseilgarten im Düdelinger "Parc Le'h" ist Nervenkitzel garantiert.

Urlaub zuhause: Abenteuer-Tourimus in Luxemburg

Im Hochseilgarten im Düdelinger "Parc Le'h" ist Nervenkitzel garantiert.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 5 Min. 04.09.2013 Aus unserem online-Archiv

Urlaub zuhause: Abenteuer-Tourimus in Luxemburg

Wahre Abenteuer kann man nur im Urlaub im fernen Ausland erleben? Von wegen! Denn auch in dieser Hinsicht hat das kleine Großherzogtum so einiges zu bieten. Hier unsere Tipps für drei erlebnisreiche Tage in Luxemburg.

(DL) - Wahre Abenteuer kann man nur im Urlaub im fernen Ausland erleben? Von wegen! Denn auch in dieser Hinsicht hat das kleine Großherzogtum so einiges zu bieten. Hier unsere Tipps für drei erlebnisreiche Tage in Luxemburg.

Entdeckungstour der besonderen Art

Tag eins beginnen wir an der Mosel, genauer genommen in Ehnen. Von dort aus begeben wir uns auf eine Entdeckungstour der besonderen Art: Wir mieten uns einen Oldtimer-Traktor, der uns in den nächsten Stunden durch die Höhen des „Miselerland“ führen wird. Möglich ist dies dank der Leader-Initiative „Rent a Tractor“, die vom „Centre d'initiative et de gestion régional Canton de Grevenmacher“ (Cigr) verwaltet wird.

Das Steuer in die Hand nehmen darf jeder, der einen gültigen Führerschein besitzt – und auch Kinder ab einem Meter Körpergröße sind herzlich willkommen. Insgesamt dürfen drei Personen auf einem der zu vermietenden Traktore Platz nehmen.

Zwischenstopp im Naturreservat

Mit 20 Stundenkilometern geht es von Ehnen aus über Hüttermühle bis nach Greiveldingen. Von dort aus fahren wir mit unserem „Oldie“ nach Bous, weiter über Assel, Rolling und Erpeldingen bis nach Ellingen/Dorf. Die „Traktour“ bringt uns anschließend über Ellingen/Gare und Elvingen durch die historische Birnenallee bis nach Remerschen und ins Naturreservat „Haff Remich“.

Dort angekommen legen wir einen kleinen Zwischenstopp ein und kühlen uns in den beliebten Baggerweihern ab. Dem Besucher stehen hier zahlreiche Möglichkeiten offen: Rudern, Surfen, Tretboot fahren – oder aber einfach nur ein bisschen planschen bzw. in der Sonne bruzzeln.

Zurück auf unserem Oldtimer-Traktor fahren wir anschließend weiter durch die wunderschöne Landschaft. Vorbei an den Weinbergen geht es nach Schwebsingen, über Bech-Kleinmacher, Remich, Stadtbredimus, Greiveldingen und zurück nach Ehnen, wo wir den Tag zum Beispiel bei einer Weinverkostung in einer der vielen Privatkellereien ausklingen lassen.

Hochseilakt für Jung und Alt

An Tag zwei geht es etwas sportlicher zu. Den Vormittag verbringen wir nämlich im „Parc Le'h Adventures“ in Düdelingen. Bequeme Kleidung und Turnschuhe anziehen, in den ausgeliehenen „Baudrier“ schlüpfen, eine kurze Einführung vom Personal und los geht's: Klettern, springen, skaten, Tarzan spielen und vieles mehr ist zwischen den Bäumen möglich.

Insgesamt stehen sieben Strecken zur Auswahl, die sich in ihrem jeweiligen Schwierigkeitsgrad (ähnlich wie bei Skipisten) unterscheiden. Somit bietet der Park spannende Möglichkeiten für Groß und Klein. Der „Bambini“-Parcours zum Beispiel kann bereits von Zweijährigen bewältigt werden, während beim „Parcours Frisson“ sogar der Großteil der erfahrenen Kletterer scheitert. Der in einem Waldstück gelegene Park hat in den Sommermonaten von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Schatzsuche in der Natur

Nachmittags begeben wir uns derweil auf Schatzsuche – beim sogenannten Geocaching. Wir können gleich vom „Parc Le'h Adventures“ aus starten, gibt es doch im nahen Umkreis mehr als zehn verschiedene versteckte „Caches“.

Beim Geocaching handelt es sich um ein weltweit von mehr als vier Millionen Menschen praktiziertes Spiel. Dabei geht es darum, mithilfe eines GPS-Geräts (oder eines Smartphones) und anhand von geografischen Koordinaten den von anderen Spielteilnehmern versteckten „Cache“ zu finden – und den darin enthaltenen Gegenstand durch etwas von gleichem Wert zu ersetzen.

Spaß für Geübte und Unerfahrene gleichermaßen

Besagte Koordinaten werden einem bei der Einschreibung auf der offiziellen Online-Plattform zugetragen. Auf einer großen Karte erfährt man derweil, wo im Großherzogtum es überall versteckte „Caches“ gibt. Hat man Letzteren nach einer mehr oder minder schwierigen Suche gefunden (oder auch nicht), so trägt man dies nach der Rückkehr nach Hause auf dem Portal ein – und bewertet den „Cache“.

Auch hier gibt es übrigens unterschiedliche Schwierigkeitsgrade – was das Versteck anbelangt, aber auch die Route, die dorthin führt. Gelegentlich muss man sich nämlich ganz schön anstrengen, um überhaupt erst zum Versteck des „Cache“ zu gelangen. Für diejenigen, die sich nicht unbedingt in Düdelingen auf Schatzsuche begeben wollen, hier noch ein kleiner Geheimtipp aus unserer Redaktion: der „Cache“ namens „Tree of Happiness“ in Esch/Alzette.

Über Stock und Stein

An Tag drei geben wir nochmal so richtig Gas. Wir fahren in den schönen Norden unseres Landes, genau genommen nach Clerf. Dort mieten wir uns ein Mountainbike, diejenigen, die noch etwas mitgenommen vom Vortag sind, greifen einfach auf ein E-Mountainbike zurück.

Für geübte Biker geht es anschließend bei einer geführten Tour über Stock und Stein – und über Höhen und Tiefen. Auf Wald- und Forstwegen fahren wir z. B. über 40 bis 45 Kilometer von Clerf aus über Eselborn nach Weicherdingen, Drauffelt, Marnach und wieder zurück nach Clerf. Zugegeben – dabei handelt es sich angesichts des Höhenunterschieds von zirka 1 200 Metern um eine schon recht anspruchsvolle Tour.

Alternativ bietet das „Tourist Info Clervaux“ Einsteigerrouten über 20 bis 25 Kilometer (Level 1, Höhenunterschied 300 bis 500 Meter). Extrem geht es derweil bei der Marathonstrecke (Level 3, Höhenunterschied bis zu 2 000 Meter) zu. Der Vorteil ist: Tourguide Guy Lorang passt die Strecke Ihren individuellen Bedürfnissen an – und zeigt Ihnen unterwegs die schönsten Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten der Region.

Entspannung der verdiente Lohn

Wo könnten wir unsere drei abenteuerlichen Tage besser ausklingen lassen als beim Wellness? Zahlreiche Hotels in der Umgebung warten mit einem breit gefächerten Angebot an Entspannungsmöglichkeiten auf – und dort lassen wir uns nun abschließend so richtig verwöhnen