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„Urban Gardening” in Belval: Treffpunkt Garten
Lokales 2 Min. 19.10.2017

„Urban Gardening” in Belval: Treffpunkt Garten

Sie wollen das Urban Gardening nach Belval bringen, Narlene, Vanessa, Paula, Jan und Bob.

„Urban Gardening” in Belval: Treffpunkt Garten

Sie wollen das Urban Gardening nach Belval bringen, Narlene, Vanessa, Paula, Jan und Bob.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 19.10.2017

„Urban Gardening” in Belval: Treffpunkt Garten

Luc EWEN
Luc EWEN
Der „Gaart Belval” soll mehr als nur ein Garten sein. Er soll zum Treffpunkt werden, für alle die sich in Belval aufhalten.

(L.E./na) - Wie eine Wunde – bestenfalls wie eine kaum verheilte Narbe – klafft ein Loch zwischen dem roten Bankgebäude der RBC (ehemals Dexia) und dem Belval Plaza-Einkaufszentrum in Belval. Lange wurde die Baulücke als Parkplatz genutzt. Damit ist seit einiger Zeit Schluss. Irgendwann soll hier auch mal gebaut werden (siehe unten). Doch das kann noch dauern.

Bis dahin sollte der Raum sinnvoll genutzt werden. Das jedenfalls findet eine Gruppe von jungen Leuten, die sich aus Studierenden und Lehrenden der Universität zusammensetzt. Sie traten mit dem Eigentümer des Geländes, der Entwicklungsgesellschaft Agora, in Kontakt, um über ein „Urban Gardening“-Projekt zu sprechen.

„Die Idee besteht darin, einen inklusiven Ort zu schaffen“, erklärt Jan-Tobias Dörr. Er ist der Präsident der Vereinigung „Gaart Belval“, die aus der eingangs erwähnten Gruppe hervorgegangen ist und den gleichnamigen Garten erschaffen möchte. Damit werden zwei Ziele verfolgt. Zum einen soll jeder, der sich in Belval aufhält, die Möglichkeit erhalten, hier am Garten mitzuarbeiten, sprich, sein eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Der Ort soll aber mehr hergeben als nur Obst.

Das Projekt entsteht vor der neuen Universitätsbilbliothek, zwischen Belval Plaza und dem RBC-Gebäude.
Das Projekt entsteht vor der neuen Universitätsbilbliothek, zwischen Belval Plaza und dem RBC-Gebäude.
Foto:Gerry Huberty

„Er soll auch eine Art ,Chill Out Area‘ sein,“ erklärt Dörrs Mitstreiter Bob Reuter und beginnt vor seinem geistigen Auge mit einer Führung. „Hier könnte eine Art Podest entstehen“, sagt er begeistert und zeigt in eine Ecke des Areals. Davor Bänke und ein Tisch zum Arbeiten oder Studieren. Das Podest könnte dann als kleine Bühne genutzt werden für kleine Aufführungen, Lesungen oder Vorträge.

Eigentlich sollte der „Gaart Belval“ schon am Mittwoch eröffnen, doch es bleiben noch einige administrative Hürden zu nehmen. Die Verantwortlichen hoffen aber, dass diese in spätestens zwei Wochen genommen sind, sodass die Arbeiten zügig beginnen können. Zunächst sollen nur ein paar Hochbeete entstehen, neben Sitz- und Arbeitsgelegenheiten. Spätestens im Frühjahr sollen dann weitere Hochbeete folgen.

Die werden übrigens von der Beschäftigungsinitiative CIGL aus Esch errichtet. Doch man hofft auch auf finanzielle Unterstützung von Kommunen oder eventuell interessierten Privatpersonen. Das Gelände wird kostenlos von Agora zur Verfügung gestellt. Zumindest so lange, wie hier nicht gebaut wird. Doch sollte der „Gaart Belval“ ein Erfolg werden, so ist bereits ein Nachfolgeareal in Aussicht. Unweit vom Park Belval, auf der Sassenheimer Seite von Belval.

Wann es genau losgeht mit dem „Gaart Belval“, das weiß keiner so genau, aber, so hoffen die Initiatoren, in spätestens zwei bis drei Wochen soll mit dem Aufrichten begonnen werden.

Prominenter Architekt plant Bau an dieser Stelle

Er ist verantwortlich für die Architektur der Kuppel auf dem Reichstag in Berlin oder auch noch vom „Apple Park“ in Cupertino, Kalifornien. Die Rede ist vom Architekten Norman Foster und seinem Büro „Foster + Partners“. Laut LW-Informationen soll sein Büro auch einen Auftrag erhalten haben, um ein Projekt in Belval zu entwerfen.

Dies an eben der Stelle, wo nun das oben beschriebene „Urban Gardening“-Projekt entstehen soll. Im initialen Masterplan von Belval war dieser Platz für einen dritten Ausbau des Dexia-Komplexes vorgesehen. Wie auf Nachfrage bei der Nachfolgebank BIL zu erfahren war, hat diese die Baurechte aber bereits im Dezember 2015 abgegeben.

Das Architektenbüro von Norman Foster ist bereits in Luxemburg aktiv, dies beim Großprojekt „Hamilius“ in der Hauptstadt. Vom LW kontaktiert, hat es jedoch nicht Stellung zum Projekt in Belval genommen.

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