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Untersuchung nach Tod einer geimpften Person in Luxemburg
Lokales 14.04.2021

Untersuchung nach Tod einer geimpften Person in Luxemburg

Das Vakzin von AstraZeneca steht im Verdacht, unter bestimmten Umständen Thrombosen auszulösen.

Untersuchung nach Tod einer geimpften Person in Luxemburg

Das Vakzin von AstraZeneca steht im Verdacht, unter bestimmten Umständen Thrombosen auszulösen.
Foto: DPA
Lokales 14.04.2021

Untersuchung nach Tod einer geimpften Person in Luxemburg

Der behandelnde Arzt vermutet einen Zusammenhang mit der Verabreichung von AstraZeneca-Impfstoff.

(TJ) - In der Nacht vom 9. auf den 10. April verstarb eine 74 Jahre alte Person, die 14 Tage zuvor geimpft worden war, in einem Luxemburger Krankenhaus. Weil der behandelnde Arzt einen Zusammenhang zwischen dem Ableben der Frau und der Impfung mit AstraZeneca vermutet, wurden die Instanzen eingeschaltet.


A doctor shows an empty vial of AstraZeneca vaccine against the coronavirus (Covid-19) are seen at a drive-in for vaccinations in Schwelm, western Germany, on April 7, 2021, amid the ongoing pandemic. - Because the appointments at the vaccination centre in the Ennepe-Ruhr district are booked up for weeks, the administration reacted and set up the temporary vaccination drive-in (approx. 500 metres long, two vaccination tents, 40 employees) on the car park of a sports hall on the Easter weekend. (Photo by Ina FASSBENDER / AFP)
AstraZeneca für EMA "Kein Risiko" - Luxemburg impft weiter
Der Nutzen des Wirkstoffes sei weiterhin höher zu bewerten als die Risiken. Auch Luxemburg impft wieder mit dem Impfstoff.

Der Untersuchungsrichter ordnete eine Autopsie an, die am 13. April durchgeführt wurde, wie die Justizverwaltung am Mittwoch in einem Schreiben mitteilt. Man wartet aktuell auf die Ergebnisse der Untersuchung.

Sobald die Ergebnisse vorliegen, werde die Santé informiert, heißt es weiter. Zum aktuellen Zeitpunkt bereits Schlüsse zu ziehen, sei voreilige Spekulation.

Die Santé arbeitet bei der Aufklärung des Falles eng mit Experten aus Nancy zusammen, wie das Gesundheitsministerium am Nachmittag mitteilt. Die Frau habe eine Hirnblutung in Verbindung mit einer Absenkung der Thrombozytenzahl und Blutgerinnseln erlitten. Man habe auch die Europäischen Arzneimittelagentur EMA über den Vorfall informiert. 

Länder wie Deutschland haben Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca nach ähnlichen Fällen an Impfkandidaten unter 60 Jahren ausgesetzt. In Luxemburg wird AstraZeneca jedoch weiter für alle Impfkandidaten empfohlen. 

Dänemark kündigte am Mittwochnachmittag an, bis auf Weiteres auf den Impfstoff von AstraZeneca komplett zu verzichten.

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