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Unterstützung für "Qualmfreiheit" auf Terrassen
Lokales 03.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Unterstützung für "Qualmfreiheit" auf Terrassen

Wie die Unterstützung des Horesca-Sektors durch die Regierung aussehen kann, wurde bisher nicht näher erläutert.

Unterstützung für "Qualmfreiheit" auf Terrassen

Wie die Unterstützung des Horesca-Sektors durch die Regierung aussehen kann, wurde bisher nicht näher erläutert.
Foto: Lex Kleren/LW-Archiv
Lokales 03.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Unterstützung für "Qualmfreiheit" auf Terrassen

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Die zuständigen Minister sichern dem Horesca-Sektor Hilfe bei künftigen Sensibilisierungskampagnen zu. Von einem neuen Logo und einer Plattform halten sie aber nichts.

Seit Ende Januar ist klar: Es wird kein allgemeines Rauchverbot auf den Terrassen von Restaurants oder Kneipen geben. Dies hatte Gesundheitsminister Etienne Schneider in einer Petitionskommission am 30. Januar 2019 beschlossen. Es liegt also weiterhin im Ermessen eines jeden Restaurant- oder Kneipenbetreibers über das Rauchverbot auf seiner Terrasse zu bestimmen.


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Doch hatte es  während der Sitzung auch ein Versprechen in diesem Zusammenhang gegeben. Wie Nancy Kemp Arendt (CSV), damalige Präsidentin der Petitionskomission (Petition 1069 und 1080 für und gegen das Rauchverbot auf Terrassen),  nun in einer parlamentarischen Frage an den Gesundheitsminister und den Mittelstandminister erinnert. Wie sie schreibt hat "der Minister für Mittelstand dem Horesca-Sektor seine Unterstützung für Sensibiliserungskampagnen zugesagt". Nun erkundigt sie sich nach dem Stand der Dinge.

Finanzielle Hilfe bei Anfrage zugesagt

In ihrer Antwort nehmen die beiden Minister Stellung: "Sollte von der Horesca eine Nachfrage für eine finanzielle oder anderwertige Unterstützung an die Regierung gerichtet werden, erklärt diese sich bereit, zu helfen." Wie diese Sensibilisierung aussehen wird, etwa in Form von Schildern die ein respektvolles Miteinander fordern, wird nicht näher erläutert.

Klar ist jedoch auch, dass die momentanen Mittel, um eine rauchfreie Zone auszuweisen, ausreichen müssen. Die Frage nach einem neuen Logo für rauchfreie Terrassen weisen die Verantwortlichen zurück. Das traditionelle Rauchverbotsschild muss genügen. Die Frage, ob es eine neue Online-Plattform geben wird, wo sich die Kunden informieren können, wird von den zuständigen Ministern ebenfalls verneint. Ihrer Meinung nach gibt es bereits genügend solcher Plattformen die dafür genutzt werden können. Sinnvoll sei es mit deren Betreibern Kontakt aufzunehmen und die Informationen zu vervollständigen. 

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