Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Unterirdische Welten entdecken
Lokales 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Unterirdische Welten entdecken

Immer einen Ausflug wert: das nationale Grubenmuseum in Rümelingen.

Unterirdische Welten entdecken

Immer einen Ausflug wert: das nationale Grubenmuseum in Rümelingen.
Anouk Antony
Lokales 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Unterirdische Welten entdecken

Sehen, wo die Luxemburger Grubenarbeiter einst ihr tägliches Brot verdienten. Spüren, unter welch schwierigen Bedingungen die Hauer und Schlepper arbeiteten: Das kann man im nationalen Grubenmuseum in Rümelingen. Für Schulkinder geht das Museum neue, interaktive Wege, um den jungen Gästen den Alltag unter Tage näherzubringen.

Von Nadja Rafalski

Sehen, wo die Luxemburger Grubenarbeiter einst ihr tägliches Brot verdienten. Spüren, unter welch schwierigen Bedingungen die Hauer und Schlepper arbeiteten. Erfahren, wo der Grundstein für den heutigen Wohlstand des Landes gelegt wurde, das kann man im nationalen Grubenmuseum in Rümelingen. Für Schulkinder geht das Museum neue, interaktive Wege, um den jungen Gästen den Alltag unter Tage näherzubringen. Das „Luxemburger Wort“ sprach mit Jean Villemin, Öffentlichkeitsbeauftragter beim Grubenmuseum.

„Wenn wir möchten, dass sich Schulkinder für die Industrievergangenheit interessieren, muss es uns gelingen Ausstellungen aktiv und spannend zu gestalten“, betont Jean Villemin. Aus diesem Grund bietet das Museum ab Mitte Mai dieses Jahres zusätzlich zu den gewöhnlichen 90-minütigen Führungen durch den Walert-Stollen sogenannte interaktive Führungen an.

Diese richten sich an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und zielen darauf ab den jungen Besuchern einen Eindruck der Arbeit unter Tage zu vermitteln, indem die Kinder aktiv mitmachen können: Vor Ort erhalten die kleinen Besucher ein Bergmannsheft, einen Grubenhelm und einen Jeton und lernen hautnah, was es bedeutete Bergmann zu sein. „Einmal im Stollen angekommen erleben die Schüler das Dunkel der unterirdischen Welt, lernen von den Gefahren im Bergwerk und können selbst ein Stück „Minette“ abbauen, welches sie mit nach Hause nehmen. Es soll keine statische Ausstellung sein, sondern etwas zum Anfassen und Erleben, das ist für Kinder viel einprägsamer, als wenn sie einfach nur Artefakte betrachten“, erklärt Jean Villemin.

Die Führung dauert etwa zwei Stunden und kostet 70 Euro pro Gruppe. Die maximale Gruppengröße liegt bei 18 Kindern.

Kulinarisches und Museales

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, findet am Samstag, dem 19. September, zum zweiten Mal in Folge im Rahmen des „Ennerirdesche Festival“ die „Marche Gourmande des Mines“ statt. An sieben Etappen auf einer Distanz von zehn Kilometern gilt es Kulinarisches und Museales mit dem Wandern zu verbinden. Neben traditionellen Spezialitäten der Region wird auch die „Gamelle du mineur“ angeboten. Die Plätze sind auf 250 Teilnehmer beschränkt, Reservierungen werden unter der Telefonnummer 56 56 88 entgegengenommen. Erwachsene zahlen 42 Euro, Kinder unter 15 Jahren bezahlen 15 Euro.

Am Sonntag, dem 20. September, besteht dann die Möglichkeit auf dem Gelände des Grubenmuseums in die Zeit des Bergbaus einzutauchen.

Neben den „Biergleit“ aus Kayl, die ihre „Grubenlampenbörse“ veranstalten, lädt die Hephaïstos-Bruderschaft in der „Schmëdd“ zur Schnupperstunde rund ums Schmiedehandwerk ein. Künstler Albert Hames öffnet in der benachbarten Rue de la Bruyère sein Atelier für Besucher. Um 11 Uhr wird außerdem die Ausstellung eröffnet, die 200 Millionen alte Artefakte zeigt, die in den Minen bzw. dem Tagebau in der Gegend gefunden wurden.

Anfang Oktober beteiligt sich das Grubenmuseum auch am „Congrès international sur l'étude du patrimoine souterrain“. Weitere Informationen findet man im Internet.