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Unter Mordverdacht: Carlo C. bleibt in Belgien in Untersuchungshaft
Lokales 17.08.2016

Unter Mordverdacht: Carlo C. bleibt in Belgien in Untersuchungshaft

Carlo C. wird Mord, versuchte Erpressung sowie Diebstahl mit Gewalttätigkeiten vorgeworfen.

Unter Mordverdacht: Carlo C. bleibt in Belgien in Untersuchungshaft

Carlo C. wird Mord, versuchte Erpressung sowie Diebstahl mit Gewalttätigkeiten vorgeworfen.
Symbolbild: AP
Lokales 17.08.2016

Unter Mordverdacht: Carlo C. bleibt in Belgien in Untersuchungshaft

Michel THIEL
Michel THIEL
Der 23-jährige Luxemburger, der in Belgien unter Mordverdacht steht, bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Auch die genauen Tatbestände, die ihm vorgeworfen werden, wurden nun bekannt.

(mth)- Der 23-jährige Luxemburger, der am vergangenen Mittwoch in Virton (B) festgenommen wurde, bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Dies bestätigte eine Sprecherin der zuständigen Bezirksstaatsanwaltschaft der Provinz Luxemburg am Mittwoch auf Nachfrage.

Demnach wurde Carlo C. am Mittwochmorgen einer Ratskammer des Gerichts erster Instanz in Marche-en-Famenne (B) vorgeführt, die über seine weitere Inhaftierung entschied. Die zurückbehaltenen Tatbestände lauten auf Mord, Versuch der räuberischen Erpressung sowie Diebstahl mit Gewalttätigkeiten. Weitere Details zu den Ermittlungen will die Staatsanwaltschaft aufgrund des Ermittlungsgeheimnisses vorerst nicht preisgeben.

Carlo C. sowie seinem ebenfalls inhaftierten mutmaßlichen Komplizen, dem 19-jährigen Belgier Jérôme K., wird vorgeworfen, in der Nacht zum 5. August den 21-Jährigen Nasreddine M. zunächst seiner Freiheit beraubt und anschließend durch mehrfache Messerstiche getötet zu haben.

Die beiden Verdächtigen sollen zudem versucht haben, den Leichnam zu verbrennen. Dies gelang ihnen allerdings nicht, da der nur zum Teil verbrannte Körper des Opfers wenige Stunden nach der Tat in einem Feld nahe des Dorfes Gérouville (B) gefunden wurde und umgehend identifiziert werden konnte.

50 Euro Schulden aus Drogengeschäften

Die Ermittler gehen davon aus, dass eine Auseinandersetzung um ein Drogengeschäft hinter dem Tötungsdelikt steckt. Unbestätigten Medienberichten zufolge sei Nasreddine M. Drogenkonsument gewesen und habe sich bei den beiden Verdächtigen mit Drogen versorgt.

Die Anwältin von Jérôme K. bestätigte am Dienstag der Tageszeitung „La Meuse“, dass das Mordopfer bei ihrem Klienten Schulden gehabt habe – allerdings nur in Höhe von 50 Euro. Beide Verdächtigen streiten ihre Schuld ab. Jérôme K., der sich der Polizei freiwillig gestellt hatte, nachdem er von der Fahndung gegen ihn erfuhr, gibt vor, ein Alibi für die Tatnacht zu besitzen.


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