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Unten ohne
Lokales 10.02.2023
Gazettchen

Unten ohne

Lokales 10.02.2023
Gazettchen

Unten ohne

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Von absurd bis witzig: In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um Fußbekleidung.

Manchmal friere ich dann doch. Besonders in den Wintermonaten, wenn der kalte Wind auf nackte Haut trifft, fallen die morgendlichen Spaziergänge mit dem Hund kürzer aus. Und doch kann ich es nicht lassen, das Haus unten ohne zu verlassen – zumindest fast. Auf meine Sandalen verzichte ich nämlich nicht.

In meiner Elternzeit waren die Latschen ein konstanter Begleiter. Optischen Erwartungen eines Arbeitsplatzes musste ich über Monate hinweg nicht entsprechen. Und so verstaubten meine Schuhe neben der Eingangstür, während ich tagein, tagaus die frische Luft an meinen Zehen genoss. Nur in absoluten Ausnahmefällen entschied ich mich für einen klassischen Schuh. Und dann auch nur ungern.

Von nackter Haut in Sandalen zu Socken und Schuhen

Mit der Wiederaufnahme meiner Arbeit im Herbst kam dann die große Umstellung. Nicht nur veränderte sich abrupt mein Tagesrhythmus, sondern auch meine Fußbekleidung – von nackter Haut in Sandalen zu Socken und Schuhen. 

Mir bleibt nur ein kleiner täglicher Akt des Widerstands.

Sicherlich habe ich mit dem Gedanken gespielt, die Latschen auch mal im Büro zu tragen. Die Idee habe ich aber schnell wieder verworfen. Denn seien wir mal ehrlich: Meine Liebe zu Sandalen teilen nur die wenigstens. Besonders in der Arbeitswelt. Traurig, doch so ist nun mal die Realität.


Wenn der Sohn einen Pinguin liebt
In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um die erste Liebe.

Und so bleibt mir nur mein kleiner täglicher Akt des Widerstands. Jeden Morgen streife ich meine Sandalen über, um mit dem Hund Gassi zu gehen. Von den Nachbarn erntete ich dafür teils doch sehr erstaunte Blicke, unseren Hund interessiert meine Fußbekleidung hingegen wenig. Hauptsache, wir gehen möglichst zügig zu seiner Wiese. 

Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass ich schrecklich faul bin, und für das Anziehen der Latschen muss man sich nicht einmal bücken, geschweige denn Schnürsenkel schnüren. Auch deshalb nehme ich gerne kalte Zehen in Kauf, immerhin bin ich ein Morgenmuffel. Immerhin soll man sich den frühen Morgenstunden nicht zu sehr anstrengen. 

Hier finden Sie die gesammelten Gazettchen-Kolumnen. 

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