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"Unité de sécurité" in Dreiborn : Geschlossene Einheit nicht startklar
Die "Unité de sécurité" für Jugendliche wird frühstens im Herbst eröffnet.

"Unité de sécurité" in Dreiborn : Geschlossene Einheit nicht startklar

Foto: Chris Karaba
Die "Unité de sécurité" für Jugendliche wird frühstens im Herbst eröffnet.
Lokales 25.01.2016

"Unité de sécurité" in Dreiborn : Geschlossene Einheit nicht startklar

Maxime LEMMER
Die "Unité de sécurité" in Dreiborn, in der künftig zwölf jugendliche Straftäter aufgenommen werden, wird frühstens im Herbst in Betrieb genommen. Bereits jetzt drängt sich eine neue Struktur auf.

(ml) - Das Gebäude der "Unité de sécurité" in Dreiborn, das eine Abteilung des Centre socio-éducatif de l'Etat ist, wird erst in ein paar Monaten zwölf Jugendliche aufnehmen. Obwohl der entsprechende Gesetzentwurf bereits vor mehr als zwei Jahren im Parlament hinterlegt wurde, soll die Struktur frühstens im Herbst oder sogar erst Anfang kommenden Jahres in Betrieb genommen werden. Dies bestätigte Fernand Boewinger, der Direktor des Centre socio.éducatif, RTL gegenüber.

Welche Minderjährige in der Unisec in Dreiborn untergebracht werden, entscheiden die Jugendrichter. Infrage kommen Minderjährige, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen wollen, in Kontakt mit Drogen geraten sind oder Straftaten begangen haben. Die eingewiesenen Jugendlichen bleiben in einer ersten Phase drei Monate in Dreiborn.

Der Aufenthalt kann verlängert werden. Ein Expertenteam, das sich aus Psychiater, Psychologen, Sozialarbeitern und Ergotherapeuten zusammensetzt, arbeitet für jeden Minderjährigen ein individuelles Konzept aus. Ziel sei es, die Jugendliche wieder in die Gesellschaft einzugliedern, so Boewvinger. Die zwölf Zellen, die in der "Unité de sécurité" vorgesehen sind, würden nicht ausreichen, meint der Direktor des "Centre socio-éducatif de l'Etat". Eine weitere Einrichtung mit 40 bis 50 Betten sei notwendig.

Die "Unité de sécurité umfasst zwölf Zellen.
Die "Unité de sécurité umfasst zwölf Zellen.
Foto: Chris Karaba

Das "Ombudscomité fir d'Rechter vum Kand" hat sich bereits mehrmals kritisch zu der Einsperrung von Jugendlichen in der "Unisec" geäußert. Boevinger räumt ein, dass es sich um ein "Gefängnis" handele. In einigen Fällen müssten Jugendliche allerdings vor sich selbst geschützt werden.

Laut Boevinger wurde für die "Unisec" der falsche Standort ausgewählt worden. Er hätte es vorgezogen, wenn die Sicherheitseinheit an einem völlig anderen Ort als in Dreiborn oder Schrassig errichtet worden wäre. Da Luxemburg wegen der Unterbringung von Jugendlichen in Schrassig zunehmend international unter Druck geraten sei, habe man sich damals für eine kurzfristige Lösung entschieden.





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