Unileben in Esch

Studentenweg kommt

Mit dem Rad zur Stadtmitte, das soll auch für die Studenten der Universität Luxemburg in Belval leichter werden.
Mit dem Rad zur Stadtmitte, das soll auch für die Studenten der Universität Luxemburg in Belval leichter werden.
Foto: Marc Wilwert

(L.E.) - Die Diskussion um eine Belebung der Escher Stadtmitte durch die Präsenz von mehr Studenten zeigt erste Effekte. So kündigte Schöffe Henri Hinterscheid am Mittwoch an, dass der geplante Rad- und Fußweg noch vor den Sommerferien den Gemeinderatsmitgliedern zur Abstimmung vorgelegt werde.

Der neue Weg wird demnach nahe des jetzigen Autohandels Losch, am Ort genannt „An der Schmelz“, beginnen. Von dort führt er durch das Gelände des Stahlkonzerns ArcelorMittal, über einen Privatweg, der noch der Belieferung des Stahlwerkes dient, bis zur „Maison du savoir“. „Es ist klar, dass da noch sicherheitsrelevante Fragen auf uns zukommen“, so der Infrastrukturschöffe.

Es scheint aber ebenso klar, dass der Druck der Öffentlichkeit, auf dass der Weg endlich Realität werde, zunimmt. Bisher sei dessen Umsetzung allerdings an den Vorstellungen des Grundeigentümers ArcelorMittal gescheitert.

Henri Hinterscheid ist gewillt, nun Nägel mit Köpfen zu machen. Die zuständigen Gemeindedienste hat er beauftragt, das Projekt fertig auszuarbeiten. Dieses soll, wie bereits erwähnt, noch vor der Sommerpause den Ratsmitgliedern zur Abstimmung vorgelegt werden, so dass der Schöffenrat ein klares Mandat erhält, um in Verhandlungen mit ArcelorMittal zu argumentieren.

„In der Haushaltsvorlage 2016 ist der ,couloir de mobilité douce' bereits vorgesehen“, betont Hinterscheid, so dass die Arbeiten nach einer Einigung mit dem Stahlkonzern zügig beginnen könnten.

„Wir brauchen ein Ausgehviertel“

Henri Hinterscheid äußerte sich auf Nachfrage auch zu den Vorschlägen der Präsidentin des Geschäftsverbandes, Astrid Freis, (siehe LW vom 12., 14. und 15. April) zur Belebung der Stadtmitte mittels mehr Präsenz von Studenten.


Einst war die Brillstraße für ihren mediterranen Flair bekannt. Wenn es nach dem Geschäftsverband geht, soll aus der ehemaligen Gastronomiemeile eine regelrechte Ausgehmeile werden.
Einst war die Brillstraße für ihren mediterranen Flair bekannt. Wenn es nach dem Geschäftsverband geht, soll aus der ehemaligen Gastronomiemeile eine regelrechte Ausgehmeile werden.
Foto: Lex Kleren

„Sie hat auf den Punkt gebracht, was auf den Punkt zu bringen war“, so Hinterscheid. Eine lebendige Stadt benötige auch ein Ausgehviertel, wo man sich amüsieren könne. „Wir brauchen das!“, so der Schöffe. Freis hatte vergangene Woche eine Art „Rives de Clausen“ in der Brillstraße gefordert.

Der Rad- und Fußweg reiht sich ebenso wie diese Forderung in die Bemühungen, das Studentenleben im Stadtzentrum stattfinden zu lassen, ein.

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