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Unfallbilanz 2016: Die Straßen sind etwas sicherer geworden
Lokales 2 Min. 02.05.2017

Unfallbilanz 2016: Die Straßen sind etwas sicherer geworden

Bei 29 Unfällen haben insgesamt 32 Menschen ihr Leben im Jahr 2016 auf Luxemburgs Straßen verloren.

Unfallbilanz 2016: Die Straßen sind etwas sicherer geworden

Bei 29 Unfällen haben insgesamt 32 Menschen ihr Leben im Jahr 2016 auf Luxemburgs Straßen verloren.
Foto: Guy Wolff
Lokales 2 Min. 02.05.2017

Unfallbilanz 2016: Die Straßen sind etwas sicherer geworden

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
32 Menschen haben vergangenes Jahr auf Luxemburgs Straßen ihr Leben verloren. Das sind deren vier weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Schwerverletzten ist deutlich zurückgegangen: Von 319 im Jahr 2015 auf 249 in 2016.

(DL) - Die Zahl der Verkehrstoten und der Schwerverletzten ist zurückgegangen. Dies gab Infrastrukturminister François Bausch am Dienstag bei der Präsentation der Unfallbilanz 2016 bekannt.

32 Menschen haben ihr Leben im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen auf den hiesigen Straßen verloren - ein Tiefststand, wie er bislang erst einmal, im Jahr 2010, verzeichnet worden war. 2015 waren 36 Verkehrstote gezählt worden.

Acht Fußgänger tödlich verletzt

Ein noch viel deutlicher Rückgang ist indes bei den Schwerverletzten zu verzeichnen. Erlitten 2015 noch insgesamt 319 Menschen schwere Blessuren, so waren es deren im Jahr 2016 noch 249 - ein Rückgang um 22 Prozent.

Bei den meisten Todesopfern (19) handelte es sich um Autofahrer oder Beifahrer. Ihr Leben lassen mussten außerdem ein Lieferwagenfahrer, drei Motorradfahrer, ein Fahrradfahrer und acht Fußgänger.

Diese hohe Zahl an tödlich verletzten Fußgängern sei laut Infrastrukturminister François Bausch alarmierend. Fünf der acht Passanten seien in den Wintermonaten von einem Fahrzeug erfasst worden. Einige Fußgänger wurden gar auf dem Zebrastreifen überfahren.

Viele Unfälle innerhalb der Ortschaften

Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich auf Landstraßen (59 Prozent) . Fast ein Drittel (27 Prozent) der tödlichen Unfälle ereigneten sich innerhalb einer Ortschaft und 14 Prozent auf einer Autobahn.

Bei den schweren Unfällen ereigneten sich sogar mehr als die Hälfte (51 Prozent) in einer Ortschaft, 41 Prozent auf einer Landstraße und 18 Prozent auf der Autobahn.

Die Mehrheit der tödlichen Unfälle passierte im Herbst, die meisten Kollisionen mit Schwerverletzten ereigneten sich im Sommer. Bei den Unglücken mit tödlichem Ausgang regnete es in 55 Prozent der Fälle. Bei den Unfällen mit Schwerverletzten war das Wetter in 69 Prozent der Fälle gut. Auffallend ist des Weiteren, dass die meisten schlimmen Unfälle nachmittags und abends geschahen.

Hohe Geschwindigkeit bleibt Hauptursache

Was nun die Unfallursachen angeht, so bleiben zu hohe Geschwindigkeit und Alkohol am Steuer die Hauptursachen. Dennoch ist bei diesen beiden Ursachen prozentual gesehen ein Rückgang zu verzeichnen.

Was hingegen zugenommen hat, ist die Anzahl an tödlichen und schweren Unfällen, die auf Drogenkonsum zurückzuführen sind,  sowie jene, die wegen Missachtens der Vorfahrtsregeln passierten.

Dass überhöhte Geschwindigkeit als Ursache für schwere Unfälle zurückggegangen ist, sei positiv zu bewerten, erklärte Infrastrukturminister François Bausch. Alles in allem sei das verbesserte Resultat aber auf das Zusammenspiel von mehreren Maßnahmen zurückzuführen.
Dass überhöhte Geschwindigkeit als Ursache für schwere Unfälle zurückggegangen ist, sei positiv zu bewerten, erklärte Infrastrukturminister François Bausch. Alles in allem sei das verbesserte Resultat aber auf das Zusammenspiel von mehreren Maßnahmen zurückzuführen.
Foto: Guy Jallay

Die 25- bis 34-Jährigen sind für die Mehrzahl der schlimmen Unfälle verantwortlich. Männer sind deutlich öfter die Verursacher als Frauen.

Neue Kampagne: "Keen Handy op der Strooss"

Sorgen bereitet dem Ministerium, der "Sécurité routière" und der Polizei die hohe Zahl an Verkehrsteilnehmern, die ihr Handy während der Fahrt nutzen. Aus diesem Grund wird am Donnerstag eine neue Sensibilisierungskampagne "Keen Handy op der Strooss" lanciert. Sie richtet sich an alle Verkehrsteilnehmer: Autofahrer, Busfahrer, Lastwagenfahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger.

Ein paar Sekunden Unaufmerksamkeit können tödlich enden. Diese Botschaft möchten Ministerium, "Sécurité routière" und Polizei mit der Kampagne vermitteln.
Ein paar Sekunden Unaufmerksamkeit können tödlich enden. Diese Botschaft möchten Ministerium, "Sécurité routière" und Polizei mit der Kampagne vermitteln.
Grafik: MDDI

Die Polizei kündigte denn auch verstärkte Kontrollen an. Die erste fand gleich am Dienstagvormittag vor dem Infrastrukturministerium in Kirchberg statt. Sechs Verkehrsteilnehmer wurden wegen Verwendung des Mobiltelefons während der Fahrt gebührenpflichtig verwarnt. Zur Erinnerung: Wer sein Handy ohne Freisprechanlage  nutzt, muss 145 Euro bezahlen und verliert zwei Führerscheinpunkte.



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