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Unfallbilanz 2015: Zahl der Verkehrsunfälle steigt im Jahresvergleich
Luxemburg hat das Ziel verfehlt, die Zahl der Unfalltoten weiter zu senken.

Unfallbilanz 2015: Zahl der Verkehrsunfälle steigt im Jahresvergleich

Foto: Laurent Blum
Luxemburg hat das Ziel verfehlt, die Zahl der Unfalltoten weiter zu senken.
Lokales 04.05.2016

Unfallbilanz 2015: Zahl der Verkehrsunfälle steigt im Jahresvergleich

Kevin WAMMER
2015 wurden mehr Verkehrsunfälle gezählt als noch im Jahr zuvor. Um acht Prozent stieg die Zahl an. 33 dieser 983 Unfälle endeten tödlich.

(kw) - 983 Verkehrsunfälle sind 2015 auf Luxemburgs Straßen gezählt worden. 33 dieser Unfälle endeten tödlich. Dies entspreche einem Anstieg von acht respektive sechs Prozent im Vergleich zu 2014. Dies gab François Bausch, Minister für Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung, am Mittwoch während einer Pressekonferenz bekannt.

Sämtliche Zahlen stiegen von 2014 auf 2015 an. Waren es 2014 noch 35 verstorbene Verkehrsteilnehmer, verstarben im vergangenen Jahr 36 Teilnehmer. Die Zahl der Schwerverletzten stieg wiederum um ganze 30 Prozent von 245 auf 319 an. Bei den Leichtverletzten kam die Zahl 2015 auf 1.029. 35 Prozent der getöteten Verkehrsteilnehmer trugen außerdem keinen Sicherheitsgurt, wie aus der Statistik herausgeht.

Nahezu die Hälfte der schwer verletzten und verstorbenen Teilnehmer waren im vergangenen Jahr Autofahrer. Über ein Viertel waren wiederum Motorradfahrer. 2015 waren jedoch auch 59 Fußgänger in schwere respektive tödliche Unfälle verwickelt. Diese Gruppe macht somit den drittgrößten Anteil aus. 

Der Großteil der Verunfallten, genauer gesagt 259 Teilnehmer, lebten vergangenes Jahr in Luxemburg. Auch ist der größte Anteil mit rund 70 Prozent männlich, wie Minister Bausch weiter verdeutlichte.

Die meisten Unfälle passieren auf Landstraßen

Wenig überraschend ist außerdem, dass die meisten tödlichen Unfälle mit rund 75 Prozent auf Landstraßen gezählt wurden. Bei den schweren Unfällen sieht dies ähnlich aus, doch kommt die Zahl hier nur auf 49 Prozent. 45 Prozent der schweren Unfälle wurden nämlich in den Dörfern und Städten gezählt.

Zu den meisten Unfällen kam es außerdem im Sommer und im Herbst. Schlechtes Wetter spielt dabei nur selten eine Rolle, da rund 70 Prozent der Unfälle auf trockenem Boden erfasst wurden.

Die meisten tödlichen Unfälle sind mit 45 Prozent auf erhöhte Geschwindigkeit und mit 30 Prozent auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Drogenkonsum spielte bei nur sechs Prozent der tödlich geendeten Unfälle eine Rolle. Dabei sind es vor allem junge Fahrer, die in Unfälle verwickelt sind. 82 der gezählten Fahrer waren 2015 zwischen 25 und 34. Auch die Altersklassen 35 bis 44 und 45 bis 54 sind häufig in den Statistiken vertreten. 



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