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Umgestaltung der N 7: Entlastung für Hosingen
Lokales 2 Min. 05.02.2021

Umgestaltung der N 7: Entlastung für Hosingen

Der Verkehr in Hosingen soll sich beruhigen.

Umgestaltung der N 7: Entlastung für Hosingen

Der Verkehr in Hosingen soll sich beruhigen.
Foto: Armand Wagner
Lokales 2 Min. 05.02.2021

Umgestaltung der N 7: Entlastung für Hosingen

Frank WEYRICH
Frank WEYRICH
Rund 400 Millionen Euro kosten die Umgestaltung der N7 zwischen Fridhaff und Hoscheid-Dickt und die Umgehung in Hosingen, die 2026 in Betrieb gehen soll.

Jahrelang wurde über die Neugestaltung der Dreibahn zwischen Ettelbrück und Weiswampach verhandelt. Nun hat Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) den Ausbau vorgestellt.

Streng genommen begreift dieser zwei Projekte. Zum einen soll die unfallträchtige N 7 sicherer gestaltet werden, zum anderen geht es um die Umgehung von Hosingen. Auf dem Abschnitt zwischen Fridhaff und Hoscheid-Dickt wird die Dreibahn demnach zwar erhalten bleiben, durch einige wesentliche Baumaßnahmen aber stark verändert. So werden sämtliche Kreuzungen verschwinden und durch Unterführungen ersetzt. Zudem werden die Fahrspuren durchgehend durch eine Leitplanke getrennt.


Verkehr auf der N7 in der Ortsmitte von    Hosingen / Foto: Armand WAGNER
Ortsumgehung Hosingen: Gesetzesentwurf in Sicht
Sehnlichst erwartet wird die Umgehungsstraße von Hosingen seit Langem. Nun kommt mit der Finalisierung des Gesetzesentwurfs für das Projekt ein wichtiger Meilenstein in Sicht.

Um den Verkehr möglichst fließend zu gestalten, wird die Doppelspur alle 1,2 Kilometer alternieren und die Seite mit der Einzelspur jeweils durch eine Nothaltespur erweitert. Deshalb ist eine Verbreiterung der Straße um 5,5 Meter notwendig. Hand in Hand mit dieser Neugestaltung geht auch eine einheitliche Geschwindigkeitsbeschränkung. Statt der derzeit gültigen Abschnitte mit teils 110 km/h und teils 70 km/h wird in Zukunft auf der ganzen Länge ein Tempolimit von 90 km/h gelten. Wie Minister Bausch hervorhebt, werde sich dadurch die Gesamtfahrzeit sogar verkürzen.

Im Tunnel vorbei an Hosingen

Zu dem Projekt gehören insgesamt drei neue Brücken. Der Abschnitt nördlich von Hosingen bis zum Anschluss an die Transversale nach Clerf soll auf die gleiche Art neugestaltet werden. Bei der Lehmkaul entsteht ein Verteiler, der als Hosingen-Nord bezeichnet wird.

Die Umgehung wird durch einen 320 Meter langen Tunnel führen.
Die Umgehung wird durch einen 320 Meter langen Tunnel führen.
Grafik: Ponts et chaussées

Die Umgehung von Hosingen, mit ihrer Gesamtlänge von 4,4 Kilometern, ist das Herzstück der zukünftigen Nordstraße. Ab dem Kreisverkehr Op der Héi bei der Industriezone geht es westlich am Ort vorbei, um dann in einem 320 Meter langen Tunnel die Koppe Beirescht zu unterqueren. In diesem unterirdischen Abschnitt werden zwei Mal zwei Fahrbahnen zur Verfügung stehen. Auf Höhe des Dorscheiderhaischen wird die bestehende N 7 wieder erreicht. Weiter wird die Umgehung sechs Überführungen beinhalten, davon eine Wildwechselbrücke.

Die bisherige Hauptstraße wird nach der Eröffnung der Umgehung zurückgebaut. Im Ortskern wird dann eine 30er-Zone eingeführt. Diese wird mit Bäumen begrünt und soll dem Dorf damit einen einladenden Aspekt geben. Die Fahrradpiste PC 7, die zusammen mit dem Projekt parallel zur Dreibahn erbaut wird, verläuft dann quer durch Hosingen.

Über 400 Millionen Euro

Die Erneuerung der N 7 sowie die Umgehung von Hosingen haben einen Gesamtkostenpunkt von 401 Millionen Euro. Bausch ist zuversichtlich, dass die entsprechenden Finanzierungsgesetze noch vor den Sommerferien in der Abgeordnetenkammer gestimmt werden können. Was den Zeitplan für die Arbeiten anbelangt, so meinte Marc Ries, Divisionschef beim Straßenbauamt in Diekirch, dass die ersten Arbeiten Mitte 2022 beginnen könnten. Damit könnte die Umgehung Hosingen 2026 in Betrieb gehen. 

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