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Umgehungsstraße von Niederkerschen: Die Entscheidung naht
Lokales 05.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Umgehungsstraße von Niederkerschen: Die Entscheidung naht

Umgehungsstraße von Niederkerschen: Die Entscheidung naht

Grafik: Strassenbauverwaltung
Lokales 05.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Umgehungsstraße von Niederkerschen: Die Entscheidung naht

Luc EWEN
Luc EWEN
Noch vor den Sommerferien soll eine Entscheidung zum Bau einer Umgehungsstraße von Niederkerschen getroffen werden. Spätestens kommenden Monat soll die öffentliche Anhörungsphase beginnen.

(L.E.) - Wahrscheinlich noch im Lauf diesen Monats, spätestens aber im April, beginnt die Anhörungsphase betreffend den Bau einer Umgehungsstraße von Niederkerschen. Das bestätigte die Pressestelle des Infrastrukturministeriums dem „Luxemburger Wort“ auf Nachfrage.

Demnach wird es sowohl in der Gemeinde Käerjeng wie auch in der Gemeinde Sassenheim eine Informationsversammlung geben. Zudem werden während dieser 30-tägigen Konsultationsphase, die Pläne der drei Varianten in den Gemeindehäusern ausliegen.

Anzumerken ist, dass zu diesen Varianten noch eine vierte hinzuzurechnen ist, nämlich die sogenannte Nullvariante, nach der keine neue Umgehungsstraße gebaut würde. Das Ministerium bestätigte dem LW gegenüber, dass eine definitive Entscheidung zu diesen vier Möglichkeiten noch vor den Sommerferien zu erwarten ist.

2014 hatten vor allem Sassenheimer Bürger gegen die Pläne einer Umgehungsstraße protestiert.
2014 hatten vor allem Sassenheimer Bürger gegen die Pläne einer Umgehungsstraße protestiert.
Archivbild: Tania Feller

„Wir warten noch auf alle Gutachten, es ist noch zu früh für Spekulationen“, so Pressesprecherin Dany Frank auf die Frage, ob sich eine Variante bereits jetzt als die wahrscheinlichere herauskristallisiert habe.

Bevor es zur öffentlichen Anhörungsphase kommen kann, müssen nämlich unter anderem die Gutachten der Naturverwaltung, des Landesplanungsamtes und des Wasserwirtschaftsamtes vorliegen.

Dann wird es an den Bürgern sein, ihre eventuellen Einwände vorzulegen, auf die die Gemeinden in ihren Gutachten eingehen können. Erst nach der Konsultationsphase wird die Regierung dann, wie bereits erwähnt, noch vor den Sommerferien ihre Entscheidung zu den Varianten treffen.


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