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Umgehungsstraße kostet 59 Mio. Euro: Junglinster wird vom Verkehr entlastet
Lokales 12 2 Min. 19.08.2014

Umgehungsstraße kostet 59 Mio. Euro: Junglinster wird vom Verkehr entlastet

Auf der N11 (E29) im Raum Junglinster bilden sich regelmäßig morgens und abends im Berufsverkehr riesige Staus. Um die Lage zu verbessern, wird zurzeit für 59 Millionen Euro eine Umgehungsstraße für Junglinster gebaut. Die Bauarbeiten sind bereits weit fortgeschritten.

(asc) - Zwischen Graulinster und Gonderingen herrscht seit November 2009 emsiges Treiben. Um den Ortskern von Junglinster vom Durchgangsverkehr zu entlasten, wird  östlich der Ortschaft von Süden nach Norden für 59 Millionen Euro eine Umgehungsstraße gebaut. Die umfangreichen Bauarbeiten werden bis Ende 2015 in vier verschiedenen Losen durchgeführt.

Als erstes wurde zwischen Gonderingen und der bestehenden Gewerbezone ein Kreisverkehr (Los 1) mit einem Durchmesser von 70 Metern gebaut, der die Anbindung des „Lënster Lycée“ beziehungsweise des Gewerbegebietes „Laangwiss“ an die künftige Umgehungsstraße gewährleistet. Diese Arbeiten sind schon abgeschlossen. Im Anschluss an diese Arbeiten wurden auf einer Länge von 900 Metern zwischen Gonderingen und Junglinster ein Tunnel und ein Zubringer (Los 2) gebaut, über den der Verkehr in Richtung Lyzeum unter der N11 (E29) hindurch geleitet wird. Über der Unterführung wurde ein Park angelegt, durch den beispielsweise die Schüler aus dem „Lënster Lycée“ sicher einerseits vom Schulgelände in die Gewerbezone „Laangwiss“ bzw. über eine Fußgängerbrücke, die noch über der N11 verlegt werden muss, das Gelände, auf dem die Sportinfrastrukturen der Gemeinde Junglinster angesiedelt sind, erreichen.

444 Meter langer Viadukt wird über dem Tal der "Aessebaach" gebaut

Zurzeit laufen die Bauarbeiten am Viadukt (Los 3), der in einer Länge von 444 Metern und einer Höhe von maximal 30 Metern das Tal der „Aessebaach“ überragt, auf Hochtouren. Die 17 Meter breite Brücke besteht aus vier Pfeilern und zwei Widerlagern über die zwei parallel verlaufende Stahlträger verlegt wurden. Diese Träger wurden in Einzelteilen angeliefert, vor Ort zusammengeschweißt und dann mit Kränen auf die Pfeiler gehoben. Danach wurde mit der Anbringung der Betonplatte auf den fünf Brückenfeldern, die insgesamt über 12 Stelzlager verfügen, begonnen.

Wegen der Statik können zuerst nur zwölf Betonfelder bis zur Mitte der Brücke angefertigt werden. Die restlichen zwölf müssen aus umgekehrter Richtung von Norden nach Süden gebaut werden. Die Betonplatte wird mit einer Epoxy-Schicht abgedichtet. Danach werden beidseitig auf der Brücke Bürgersteige, die für den Unterhalt des Bauwerks genutzt werden, und Randbalken gebaut. Anschließend kann der Fahrbelag aufgetragen werden. Der Viadukt wird über drei Fahrbahnen (eine Spur in Richtung Luxemburg und zwei Spuren in Richtung Echternach) verfügen.

Parallel zum Bau des Viaduktes wird das Los 4 auf dem „Lënsterbierg“ realisiert. Ab dem Ende des Viaduktes in Richtung Graulinster wird auf einer Länge von 1,66 Kilometern die neue Straße gebaut. Auf Höhe des Gewerbegebietes „Räiland“ wird zudem ein neuer Kreisverkehr und ein Zubringer, der die Umgehungsstraße mit der N11 verbindet geschaffen.