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Umgehungsstraße für Dippach: 200 Bürger fordern Gehör
Lokales 01.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Umgehungsstraße für Dippach: 200 Bürger fordern Gehör

Wer durch die Gemeinde Dippach fährt, kann diesen Transparenten, als Zeuge des zunehmenden Protests, nicht entgehen.

Umgehungsstraße für Dippach: 200 Bürger fordern Gehör

Wer durch die Gemeinde Dippach fährt, kann diesen Transparenten, als Zeuge des zunehmenden Protests, nicht entgehen.
Foto: Luc Ewen
Lokales 01.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Umgehungsstraße für Dippach: 200 Bürger fordern Gehör

Luc EWEN
Luc EWEN
Sollte die Umgehungsstraße von Niederkerschen Realität werden, befürchten die Dippacher eine Zunahme des Verkehrs in ihrer Gemeinde. Deshalb stellt der Gemeinderat nun zwei Forderungen.

(L.E.) - In der Käerjenger Nachbargemeinde Dippach regt sich zusehends Widerstand gegen die Idee, eine Umgehung von Niederkerschen könnte ohne Fortsetzung auf Dippacher Seite gebaut werden. Eine Zunahme des Verkehrs auf der N13 nach dem Bau eines „Contournement“ nur für Niederkerschen, empfinden die Dippacher als unzumutbar.

Rund 200 Bürger haben bisher ihre Stellungnahme zur Umgehungsstraße bei der Gemeinde eingereicht und somit auf ein Rundschreiben der Verwaltung reagiert. Das gab Bürgermeisterin Manon Bei-Roller während der Dippacher Ratssitzung vom Montagabend bekannt. Bis zum 10. Juni bleibt noch Zeit, dies zu tun.

Zwei Forderungen werden laut

Die Stimmung im Ratssaal war indes eindeutig. „Wa Käerjeng eng kritt, brauche mir och eng“ und „Et mussen zwou Variante gepréift ginn“, waren die Forderungen, die quer durch die Bänke immer wieder zu hören waren.

Konkret geht es um die Befürchtung, dass – sollte die Umgehung von Niederkerschen gebaut werden – der Verkehr in der Gemeinde Dippach zunehmen und unter anderem Schouweiler in demselben quasi „ersticken“ könnte. 3.000 Autos mehr als derzeit, würden dann täglich über die N13 rollen, meinte Max Hahn. Diese Zahlen hätten sich aus Simulationen des Ministeriums ergeben, so der Schöffe.

Einstimmig verabschiedeten die Gemeinderatsmitglieder denn auch die vom Schöffenrat vorgelegte Stellungnahme, in der unter anderem ein gemeinsames Umgehungskonzept für die Gemeinden Käerjeng und Dippach gefordert wird. Zudem werden die staatlichen Instanzen dazu aufgefordert, was Dippach angeht, sowohl eine Süd- als auch eine Nordvariante auszuarbeiten.


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