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Umgehung von Niederkerschen: Sassenheim wehrt sich weiter
Lokales 15.05.2017

Umgehung von Niederkerschen: Sassenheim wehrt sich weiter

Im Juli 2014 waren die Sassenheimer Bürger unter dem Motto "No Way" gegen die Umgehung von Niederkerschen auf die Straße gegangen.

Umgehung von Niederkerschen: Sassenheim wehrt sich weiter

Im Juli 2014 waren die Sassenheimer Bürger unter dem Motto "No Way" gegen die Umgehung von Niederkerschen auf die Straße gegangen.
Foto: Tania Feller / LW-Archiv
Lokales 15.05.2017

Umgehung von Niederkerschen: Sassenheim wehrt sich weiter

Luc EWEN
Luc EWEN
Die Gemeinde Sassenheim rührt die Werbetrommel gegen die Niederkerschener Umgehungsstraße und gegen den „Nimby“-Vorwurf.

(L.E.) - Weniger toxisch, weniger verschmutzend, weniger stressig, weniger egoistisch, weniger schädigend, weniger teuer, weniger verhängnisvoll, weniger zerstörerisch, sollen sie sein, die Alternativvorschläge der Gemeinde Sassenheim zum „Käerjenger Contournement.

Im Oktober 2016 hatte die Gemeindeverwaltung von Sassenheim Berufung am Verwaltungsgericht gegen die Regierungsentscheidung eingelegt, die seit Jahrzehnten angedachte Umgehungsstraße von Niederkerschen zu bauen. Diesem Schritt war eine lange Kampagne samt Protestmarsch unter dem Motto „No Way“ vorausgegangen.

Mit Plakaten wie diesen, sollen Autofahrer zum Umdenken bewegt werden.
Mit Plakaten wie diesen, sollen Autofahrer zum Umdenken bewegt werden.
Foto: Gemeinde Sassenheim

Mit dieser verneinenden Haltung ist nun offenbar Schluss, was aber keineswegs heißen soll, dass man im Rathaus in Beles seine Meinung überdacht hätte. Am Montag stellte der Sassenheimer Bürgermeister Georges Engel eine neue Kampagne vor, welche die Gemeinde Sassenheim finanziert und die von einer Arbeitsgruppe aus Lokalpolitikern und Umweltschutzorganisationen ausgearbeitet worden war.

Nicht gegen Käerjeng

Es gehe nicht darum, gegen die Gemeinde Käerjeng, deren Einwohner oder deren Politiker vorzugehen, betonte Engel. Allerdings wolle man Alternativen zum Bau einer neuen Straße, die unweigerlich auch mehr Verkehr mit sich bringe, aufzeichnen. Deshalb wurde eine Broschüre mit den acht oben aufgezählten Themen und jeweiligen, dazu passenden  Lösungsvorschlägen ausgearbeitet.

Letztere lauten zum Beispiel, Nutzen des öffentlichen Transports, mehr Radwege, Shuttlebus, Superbus, Hybridbusse, Auffangparkplätze, „Car-Sharing", Elektrofahrzeuge, grüne Welle, mehr Kreisverkehre, mehr Naherholungsgebiete und das Schützen der „Natura 2 000“- Zone, durch welche die Umgehungsstraße führen soll.

Neben der Broschüre besteht die Kampagne aus Plakaten, einer themenbezogenen Internetseite und einem Videofilm der auf dieser Seite und in sozialen Medien zu finden ist. Die Kampagne soll zunächst während sechs Wochen geschaltet bleiben. Zu den Kosten wollte Georges Engel keine Angaben machen.

Verwaltungsgericht: Urteil abwarten

Was das laufende Berufungsverfahren vor dem Verwaltungsgericht angeht, so müsse man das entsprechende Urteil abwarten. Sollte dieses aus Sassenheimer Sicht negativ  ausfallen, so würde man die Argumentation des Urteils genau prüfen, ehe man eine Entscheidung treffen könne, ob man weitere Schritte unternehme, so Engel.

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