Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Umfrage: Wie "Wort"-Leser über die Zukunft denken
Lokales 3 Min. 02.03.2021

Umfrage: Wie "Wort"-Leser über die Zukunft denken

Seit einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie das Leben der Gesellschaft weltweit.

Umfrage: Wie "Wort"-Leser über die Zukunft denken

Seit einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie das Leben der Gesellschaft weltweit.
Foto: Gerry Huberty/LW-Archiv
Lokales 3 Min. 02.03.2021

Umfrage: Wie "Wort"-Leser über die Zukunft denken

Das "Luxemburger Wort" stellte beim Corona-Themenschwerpunkt am Wochenende einige Fragen an seine Leserschaft - und bekam viele Antworten.

(jwi) - Seit einem Jahr ist der Erreger SARS-Covid-19 das Hauptthema weltweit. In Luxemburg bestimmen die Corona-Viren den Alltag, seit der erste Fall am 29. Februar 2020 im Großherzogtum bekannt wurde. Das „Luxemburger Wort“ wollte aus diesem Grund erfahren, wie die Krise das Leben der Leser in den vergangenen 365 Tagen beeinflusst hat. Mehr als 2.200 Personen haben bei der Umfrage zum Corona-Themenschwerpunkt am Wochenende mitgemacht. 

Und das Resultat ist eindeutig. Knapp 70 Prozent finden, die Pandemie hat einen negativen Einfluss auf ihr Leben genommen. Nur 10,5 Prozent sehen die Entwicklungen vergangenes Jahr als eher positiv. Bei 19,8 Prozent gab es keine Veränderungen.

Auf die Frage, welche Dinge sie am meisten vermissen, gaben die Teilnehmer ebenfalls eine klare Antwort: Der Verzicht auf Treffen mit Familien und Freunden ist für 57,7 Prozent die härteste Entbehrung. Auf dem zweiten Platz kam das Reisen ohne Einschränkungen mit knapp 26 Prozent. Auf Platz drei und vier kamen „Ausgehen“ und „Kulturaktivitäten“ mit 6,4 und 5,9 Prozent.

Der Blick in die Zukunft sehen viele hingegen positiv - 39,3 Prozent, um genau zu sein. Für 32,2 Prozent der Leser bleibt die Situation die kommenden Tage und Monate allerdings eher negativ; 28,5 Prozent können sich derzeit noch kein genaueres Bild von der Zukunft machen.

Auch erreichte die Redaktion viele persönliche Rückmeldungen von Lesern mit deren Erfahrungen der vergangenen Monate. Eine kleine Auswahl:

Charlot Kuhn (74 Jahre - via E-Mail)


Corona: Bilanz einer Krise
Zahlen, Fakten und ein Quiz: Alle Storys zum Thema "Ein Jahr Corona" finden Sie gesammelt im Dossier.

"Covid-19 feiert Geburtstag, den Ersten in Luxemburg. Seit nunmehr zwölf Monaten bringt dieses klitzekleine Virus unser Leben irgendwie durcheinander, mal mehr, mal weniger, und wird es wohl auch noch eine ganze Weile tun. Bis März letzten Jahres war es mir schlecht vorstellbar, Geschäfte nur mit Mund-Nasen-Schutz zu betreten, Freunde und Bekannte nicht oder nur auf Abstand zu sehen, nicht mehr ins Restaurant zu gehen und mich an allerlei Vorsichtsmaßnahmen zu halten, deren formale Logik ich nicht immer verstand. Die Situation war neu, teilweise sogar seltsam, zumal die ganze Welt nur von Corona zu sprechen schien oder von Home-Schooling und Quarantäne. Und man mir gewisse Alterserscheinungen nachsagte, da ich auf die nächtliche Ausgangssperre eher gelassen reagierte.

Trotz allem, ich lebe. Überraschenderweise und obwohl ich Covid-19 als nicht direkt bedrohlich empfinde, hat sich meine Einstellung zum Altern verändert: Mein Wunsch, länger zu leben und die 100 zu erreichen, ist stärker als vorher."

Pierrette Puppa Allard (via Facebook)

„Vergangenes Jahr am ersten Januar bekam ich meine Rente. Seitdem sitze ich zu Hause. Ich will mich aber nicht beklagen, solange man Gesund ist, kriegt man die Zeit gut um. Nach schlechten Zeiten kommen auch wieder gute.“

Alfred Marth (78 Jahre - via E-Mail)


Lokales, Interview Raymond Braun, Covid-19, Coronavirus, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Corona-Patient: "Dunn war ech einfach fort"
Raymond Braun aus Mersch erkrankte Ende 2020 am Corona-Virus. Im Video-Interview spricht der 83-Jährige über seine Ängste und Erfahrungen.

"Ich wohne mit meiner Ehefrau (beide 78 Jahre alt) bei unserer Tochter (51 Jahre alt) zu Weiswampach. Wir hielten uns an die Covid-Beschränkungen. Wir bekamen im ersten Monat von der Gemeinde Lebensmittel geliefert, die wir im Lebensmittelhandel bestellt hatten. Hierfür danken wir der Gemeinde. (...)

Natürlich fehlt uns, dass wir nicht manchmal ins Restaurant essen und uns bewirten lassen können. Oder in die Ferien fahren können; das lassen wir lieber sein. Wir wurden bis jetzt alle negativ getestet."

Alex Marinangeli (via Facebook)

„Ich würde gerne mal wieder etwas trinken gehen, mich mit anderen Menschen unterhalten. Ohne Maske - weil dies so unpersönlich ist. Mein Sohn sagt auch immer: Wenn er in der Schule mit seinen Freunden spricht, wisse er nicht, ob jemand hinter der Maske lacht oder Grimassen schneidet.“

Weitere Themen über das vergangene Corona-Jahr finden Sie in unserer Themenrubrik: Corona - Bilanz einer Krise.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema