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Um nicht aus der Spur zu kommen
Lokales 2 Min. 10.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Fahren bei Glätte

Um nicht aus der Spur zu kommen

Bei Glätte sollte mit einer niedrigen Drehzahl gefahren werden.
Fahren bei Glätte

Um nicht aus der Spur zu kommen

Bei Glätte sollte mit einer niedrigen Drehzahl gefahren werden.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 10.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Fahren bei Glätte

Um nicht aus der Spur zu kommen

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Wegen Straßenglätte ist es in den vergangenen Tagen zu mehren Unfällen gekommen. Auch am Dienstag besteht wieder Glatteisgefahr. Wie sollen Autofahrer sich verhalten?

(dho) - Nicht jeder, der glaubt ein guter Autofahrer zu sein, ist dies auch bei Schnee und Eis. Auf rutschigen Straßen sind viele Autofahrer überfordert. Der Bremsweg kann bis zu zehn Mal länger sein, als bei idealen Straßenbedingungen.

Besonders gefährlich ist Blitzeis, das entsteht, wenn Regen oder Sprühregen auf den kalten Straßenbelag fällt. Aber auch festgefahrener Schnee, etwa vor Ampeln, Kreisverkehren oder Kreuzungen, kann zu rutschigen Stellen führen. Ebenso kann es auf Brücken glatt sein oder dort, wo nur wenig Sonne hinkommt oder sich Feuchtigkeit sammelt, wie etwa auf Landstraßen, die durch ein Waldstück führen. Der Straßenbelag ist hier oft kälter und es kann zur Bildung von Eis kommen.

Die Straßenbedingungen einzuschätzen erweist sich jedoch als schwierig. Selbst wenn das Thermometer leicht im Plusbereich liegt und die Sonne scheint, sagt dies nicht unbedingt etwas darüber aus, ob die Straßen glatt sind oder nicht. Die Fahrbahntemperatur ist nämlich nicht identisch mit der Außentemperatur. Bei Außentemperaturen kälter als fünf Grad, sollten Autofahrer einiges beachten.

Vorsichtsmaßnahmen

Bevor es los geht, ist es laut Marc Pannacci, Direktor des „Centre de formation pour conducteurs“ wichtig, die Winterreifen zu kontrollieren. Sie sollen eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern haben. Gesetzlich seien zwar 1,6 Millimeter vorgesehen, was jedoch nach Meinung des Experten ungenügend sei, um die nötige Haftung bei Schnee und Eis zu garantieren. Eine Markierung an den meisten Reifen zeigt, ob noch vier Millimeter vorhanden sind.

Wichtig ist, bei der Fahrt einen größeren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten. Er sollte nicht wie gewöhnlich bei zwei Sekunden liegen, sondern bei drei bis vier. Wenn der vorausfahrende Wagen also bei einem bestimmten Anhaltspunkt ist, soll es drei Sekunden dauern, bis man ebenfalls dort ist.

Damit das Fahrzeug bei Glätte besser zu kontrollieren ist, sollte mit einer möglichst niedrigen Drehzahl gefahren werden, also früher hochgeschaltet werden. Falls beim Anfahren die Reifen durchdrehen, kann es helfen, im zweiten Gang anzufahren. Autos mit einer Automatik-Schaltung sollen dagegen immer im sogenannten „Drive Mode“ gefahren werden, da dann der höchste Gang genutzt wird. Das Gaspedal soll vorsichtiger als gewöhnlich betätigt werden. Gas geben und zeitgleich lenken, kann dazu führen, dass das Auto rutscht.

Im Fall der Fälle

Was tun, wenn allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz, das Auto auf glatten Straßen anfängt zu rutschen ? „In dem Fall gibt es keine Tricks“, so Marc Pannacci. Wenn das Auto erst rutscht, sei nicht mehr viel zu machen, außer zu bremsen und die Kupplung durchzudrücken.

Ist das Auto mit einem ABS-System ausgestattet, sollte mit voller Kraft gebremst werden. Das System soll verhindern, dass beim Bremsen die Räder blockieren und das Fahrzeug nicht mehr steuerbar ist. Gerät das Auto auf eine Eisplatte, könne es dennoch vorkommen, dass es gar nicht mehr reagiert. Verfügt der Wagen nicht über ein ABS-System, soll vorsichtig gebremst werden, ohne dass die Räder blockieren. Während des Bremsmanövers kann vorsichtig gegengelenkt werden.





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