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Um Monkeler: Neun Betriebe am Pranger
Lokales 2 Min. 20.06.2018

Um Monkeler: Neun Betriebe am Pranger

Staub und mit Schlamm zugeschüttete Abwasserkanäle gehören zum Landschaftsbild in der Industriezone Um Monkeler.

Um Monkeler: Neun Betriebe am Pranger

Staub und mit Schlamm zugeschüttete Abwasserkanäle gehören zum Landschaftsbild in der Industriezone Um Monkeler.
Foto: Nicolas Anen
Lokales 2 Min. 20.06.2018

Um Monkeler: Neun Betriebe am Pranger

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Ende Januar waren Prüfer der Umweltbehörde in der Industriezone Um Monkeler unterwegs. Ihr Fazit: Neun der 27 dort ansässigen Firmen haben sich nicht ganz an ihre Auflagen gehalten.

 Ein Drittel der Betriebe die Um Monkeler ansässig sind, müssen nachbessern. Dies nachdem die Umweltbehörde Ende Januar vor Ort kontrolliert hatte, ob alle 27 Firmen in der Industriezone sich an die ihnen vom Umweltministerium vorgegebenen Auflagen halten. Das Resultat: Bei neun war dies nicht ganz der Fall.

Dies geht aus der Antwort der beiden Minister Carole Dieschbourg (Umwelt) und Nicolas Schmit (Arbeit) an den Abgeordneten und Schifflinger Schöffen Marc Spautz (CSV) hervor. Ohne auf Details einzugehen, erklären die zwei Minister, dass diese neun Betriebe von der Umweltbehörde aufgefordert wurden, sich an ihre Auflagen zu halten.

ITM war nicht vor Ort

Marc Spautz hatte sich auch erkundigt, ob die Gewerbeinspektion ebenfalls vor Ort kontrolliert hat. Dies verneinen die Minister, weil diesbezüglich keine Infraktionen oder Reklamationen bekannt seien, die in den Zuständigkeitsbereich der Inspection du travail et des mines (ITM) fallen würde.

Den Staub aufwirbeln

In seiner Anfrage ist Marc Spautz auch auf den Staub eingegangen, der in der Industriezone allgegenwärtig ist und fragt, wie die staatlichen Behörden, die Gemeinde Esch und Schifflingen helfen könnten, dies in den Griff zu bekommen.

Dazu stellen die zwei Minister klar, dass allen Betrieben Um Monkeler Auflagen zur Staubreduzierung auferlegt wurden. Bei der Evaluierung der Betriebe, noch während der Genehmigungsphase, gehe die Umweltverwaltung individuell vor.

Das bedeutet, dass nicht nur der Tätigkeitsbereich des Betriebes, sondern auch dessen Nachbarschaft in Betracht gezogen werde. So komme es vor, dass manche Firmen, die ähnliche Aktivitäten durchführen, aber an verschiedenen Orten implantiert sind, andere Auflagen erfüllen müssen. Allerdings limitieren sich diese Auflagen auf die Fläche der Betriebe und gelten nicht für den Staub, der in die Industriezone transportiert wird, präzisieren die Minister noch.

Ein Reglement für die Industriezone?

Hier könne ein internes Reglement für die Industriezone Abhilfe schaffen, raten die Minister. Damit gewährleistet wird, dass dieses auch angewendet wird, könnte ein Leitungsgremium für die Industriezone geschaffen werden. Allerdings bemerken die Minister, dass Um Monkeler bisher weder internes Reglement noch Leitungsgremium bestehen.


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Ob sich die Gemeinde Esch/Alzette und Schifflingen davon inspirieren lassen, muss sich noch zeigen. Wie der Schifflinger Bürgermeister Paul Weimerskirch kürzlich dem LW erklärt hatte, sind die beiden Gemeinden gewillt in den Budgets der nächsten Jahre Kredite für Straßen- und Kanalerneuerungen in der Industriezone vorzusehen.

Damit soll die Lage vor Ort, aber auch die Wasserqualität der umliegenden Bachläufe verbessert werden. Angesichts der ortsweise mit Schlamm gefüllten Kanalisation wird davon ausgegangen, dass ein Teil der Verunreinigung, die unter anderem in der Kiemelbach festgestellt wurde, auf die Industriezone zurückzuführen ist.


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