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Uhrenräuber kommen in Frankreich vor Gericht
Lokales 22.03.2019

Uhrenräuber kommen in Frankreich vor Gericht

Die Täter erbeuteten Medienberichten zufolge Uhren im Wert von mehr als 700.000 Euro.

Uhrenräuber kommen in Frankreich vor Gericht

Die Täter erbeuteten Medienberichten zufolge Uhren im Wert von mehr als 700.000 Euro.
Fotos: Gerry Huberty
Lokales 22.03.2019

Uhrenräuber kommen in Frankreich vor Gericht

Den Tätern des spektakulären Raubüberfalls auf ein Schmuckgeschäft in Luxemburg-Stadt wird nicht in Luxemburg der Prozess gemacht.

(m.r./str) - Die sechs mutmaßlichen Täter des Raubüberfalls auf ein Uhrengeschäft in der Hauptstadt am 20. März 2018 werden nicht in Luxemburg vor Gericht gestellt. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Den Tätern wird demnach in Lyon (F) der Prozess gemacht.


Als alte Männer sind zwei schwer bewaffnete Uhrenräuber verkleidet, als sie am 20. März 2018 gegen 11.20 Uhr ein Geschäft für Luxusuhren in der hauptstädtischen Rue Philippe II betreten.
Vor einem Jahr: Mit Hut, Schal und Maschinenpistole
Der Uhrenraub vor einem Jahr in der Hauptstadt war außerordentlich spektakulär. Manches deutet nun aber darauf hin, dass die Täter nie vor ein Luxemburger Gericht kommen werden.

Die Entscheidung ist wenig überraschend: Denn der Großteil der Tatvorwürfe spielte sich in Frankreich ab. Zwei Männer waren an jenem Dienstag in das Uhrengeschäft in der Oberstadt eingedrungen. Dabei gaben sie einen Schuss aus einer Handfeuerwaffe ab und verletzten einen Angestellten mit einem Elektroschocker. Die Täter erbeuteten Medienberichten zufolge Uhren im Wert von mehr als 700.000 Euro. 

Flucht in gestohlenem Auto

Ein dritter Mann wartete mit einem Schnellfeuergewehr bewaffnet im Fluchtwagen. Mit einem in Lyon gestohlenen schwarzen Renault Mégane fuhren sie nach Hollerich, wo sie in einem Hinterhof von einem dunkelgrünen BMW-Kombi aufgenommen wurden.

Wie sich herausstellte, hatte die Kriminalpolizei aus Lyon die Bande bereits seit zwei Monaten im Visier. Als die Meldung über den Raub in Luxemburg einging, wurde eine Observierung eingeleitet. Dabei verfolgten Ermittler einen Wagen mit zwei Verdächtigen bis zu einem Autobahnrastplatz, wo diese sich mit den Räubern im grünen BMW trafen.

Geiselnahme bei Lyon

Bei der späteren Festnahme kam es zu einer Verfolgungsjagd, die schließlich mit einer Geiselnahme in einem Vorort von Lyon endete. Die vier Täter aus Luxemburg und ihre beiden Komplizen wurden inhaftiert.

Zwei Wochen nach der Festnahme gelang einem der Tatverdächtigen kurz die Flucht aus dem Untersuchungsgefängnis. Binnen 30 Minuten wurde er aber wieder verhaftet. 




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