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Uhrenräuber hatten wohl Größeres vor
Lokales 23.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Uhrenräuber hatten wohl Größeres vor

Das in Lyon gestohlene Auto führte schnell auf die Fährte der Täter.

Uhrenräuber hatten wohl Größeres vor

Das in Lyon gestohlene Auto führte schnell auf die Fährte der Täter.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 23.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Uhrenräuber hatten wohl Größeres vor

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Bei Hausdurchsuchungen hat die Kriminalpolizei aus Lyon nach dem Uhrenraub in Luxemburg-Stadt Kriegswaffen und kugelsichere Westen mit Polizei-Aufschrift sichergestellt.

Während die Ermittlungen nach der Festnahme von sechs Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Raubüberfall am Dienstag in der Oberstadt weiter auf Hochtouren laufen, ist französischen Medien zu entnehmen, dass die Täter es wohl nicht bei dem einen Raubzug in Luxemburg belassen wollten.

Bei Hausdurchsuchungen in Rillieux-la-Pape hat die Kriminalpolizei nämlich weitere Kriegswaffen und die dazugehörige Munition sichergestellt. Zudem wurden auch Handfeuerwaffen und kugelsichere Westen mit Polizei-Aufschrift entdeckt, schreibt „Leprogrès.fr“.

„Wollten sich im schwerkriminellen Milieu etablieren“

Wie „LyonMag,fr“ zudem berichtet, seien die Täter im Alter zwischen 25 und 28 Jahren entgegen anders lautender Meldungen noch nicht vorbestraft gewesen. Ihr Waffenarsenal und ihre Vorgehensweise ließen allerdings darauf schließen, dass sie sich im schwerkriminellen Milieu etablieren wollten, heißt es.


Polizei observierte Täter vor Uhren-Raub
Die französische Polizei hatte die Uhren-Räuber bereits seit längerem auf dem Radar und wusste, dass ein Coup bevorstehen würde. Nach einer Observierung schlug ein erster Zugriff fehl. Die Verhaftung der Tatverdächtigen gelang erst nach einer Schießerei und einer Geiselnahme.

Die Beute, die sichergestellt werden konnte, wird mittlerweile in französischen Medien auf zwischen 700.000 und zwei Millionen Euro beziffert.

Zwei Täter waren um 11.25 Uhr am Dienstagmittag in das Uhrengeschäft in der Oberstadt eingedrungen. Dabei gaben sie einen Schuss aus einer Handfeuerwaffe ab und verletzten einen Angestellten mit einem Elektroschocker.

Ein dritter Mann wartete mit einem Schnellfeuergewehr bewaffnet im Fluchtwagen. Mit einem in Lyon gestohlenen schwarzen Renault Mégane fuhren sie nach Hollerich, wo sie in einem Hinterhof von einem dunkelgrünen BMW-Kombi aufgenommen wurden. Die Polizei veröffentlichte noch am gleichen Tag ein Phantombild des Fahrers des bereitstehenden BMW.

Sechs Bandenmitglieder in Gewahrsam

Wie sich herausstellte, hatte die Kriminalpolizei aus Lyon die Bande bereits seit zwei Monaten im Visier. Als die Meldung über den Raub in Luxemburg einging, wurde eine Observierung eingeleitet. Dabei verfolgten Ermittler einen Wagen mit zwei Verdächtigen bis zu einem Autobahnrastplatz, wo diese sich mit den Räubern im grünen BMW trafen.

Bei der späteren Festnahme kam es zu einer Verfolgungsjagd, die schließlich mit einer Geiselnahme in einem Vorort von Lyon endete. Die vier Täter aus Luxemburg und ihre beiden Komplizen wurden inhaftiert.


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