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Überwachungskameras in Differdingen vorgesehen
Lokales 2 Min. 14.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Überwachungskameras in Differdingen vorgesehen

Überwachungskameras in Differdingen vorgesehen

Luxemburger Wort, Foto Anouk Ant
Lokales 2 Min. 14.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Überwachungskameras in Differdingen vorgesehen

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Beim Park Dune, im Park Gerlache und am Parking Contournement sind sie geplant: die Überwachungskameras im Differdinger Zentrum. Unumstritten sind sie im Differdinger Rathaus aber nicht.

Die Ankündigung der Differdinger Déi-Gréng-CSV-Koalition, Kameras und einen privaten Sicherheitsdienst im Differdinger Zentrum einzusetzen, hat keine Partei kalt gelassen. Im Rahmen der Haushaltsdebatte am Freitag wurde das Thema immer wieder angesprochen.

Wie Jerry Hartung (CSV) erklärte, sollen nächstes Jahr Kameras im Park Dune, in und um den Park Gerlache und bis zum Parking Contournement, unter anderem beim Aufzug, installiert werden. Dies sei ein erster Schritt, ein „Starterkit“, so Hartung.

Danach müsse analysiert werden, ob das System optimiert und eventuell in anderen Teilen der Gemeinde ausgebaut werden soll. Es gehe darum der reellen aber auch der gefühlten Unsicherheit entgegen zu wirken, so Hartung noch.

Überwachung ist auch im Bereich des Aufzugs beim Parking Contournement vorgesehen.
Überwachung ist auch im Bereich des Aufzugs beim Parking Contournement vorgesehen.
Foto: Nicolas Anen

Kritik von Déi Lénk und KPL

Während die DP Verständnis zeigte und es Lob von der LSAP für das Projekt gab, gab es dagegen Kritik von Déi Lénk und KPL.

Laut Gary Diderich (Déi Lénk) sei die aktuelle Lage in Differdingen eine Konsequenz der sozialen Ungleichheiten. „Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Da helfen auch Kameras nicht dagegen“, argumentierte er.

Er wies ebenfalls darauf hin, dass private Aufseher nichts mehr tun könnten, als die Polizei zu rufen. Aly Ruckert (KPL) kritisierte, dass die Stadt 2019 nur 12 000 Euro für Streetworker vorgesehen habe, dafür aber 430 000 Euro für Kameramaterial.

Streetworker kommen

Schöffin Laura Pregno (Déi Gréng) erklärte dazu, dass die 12 000 Euro dazu dienen sollen, ein Streetworkkonzept auszuarbeiten. Es handle sich hierbei um einen ersten Schritt. Fest stehe aber, dass die Stadt langfristig eine Mannschaft von Streetworkern einsetzen will.

Bilder nach 14 Tagen gelöscht

Schöffe Robert Mangen (CSV) erklärte, dass die Kameras vor allem eine abschreckende Wirkung haben sollen. „Es wird keiner hinter einem Schirm sitzen“, betonte er. Die Bilder werden aufgenommen und an einem sicheren Ort für 14 Tage aufbewahrt. Danach werden sie gelöscht.

Sollte eine Straftat im Bereich der Kameras begangen werden, kann die Polizei auf das Bildmaterial zurückgreifen. Die Zusammenarbeit mit der Polizei sei gut, betonte er, jedoch sei sie derzeit „relativ dünn besiedelt“.

Demnach könne es sein, dass das Zurückgreifen auf eine private Sicherheitsfirma nur eine Übergangslösung darstelle, bis dass die Polizeipräsenz wieder aufgestockt werde, so Mangen. Er warnte auch davor, die beiden Phänomene, Kriminalität und Jugendliche, die auf die falsche Bahn geraten sind, zu vermischen.

Neues Polizeikommissariat kommt

In diesem Zusammenhang erklärt Schöffe Tom Ulveling (CSV), dass die Pläne für ein neues Kommissariat am Parking Contournement abgeschlossen sind. Über 80 Beamte sollen dort arbeiten. Die Stadt Differdingen finanziert das Projekt für den Staat vor und führt den Bau selbst aus.


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