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Überraschung in zweiter Instanz: Bombenleger zieht Berufungsantrag zurück
Lokales 12.11.2019

Überraschung in zweiter Instanz: Bombenleger zieht Berufungsantrag zurück

Vor diesem Haus in Bergem versuchte der Sohn den Vater mit einer Sprengladung zu töten.

Überraschung in zweiter Instanz: Bombenleger zieht Berufungsantrag zurück

Vor diesem Haus in Bergem versuchte der Sohn den Vater mit einer Sprengladung zu töten.
Foto: Pierre Mousel / LW-Archiv
Lokales 12.11.2019

Überraschung in zweiter Instanz: Bombenleger zieht Berufungsantrag zurück

Der Berufungsprozess um einen Mordanschlag auf den eigenen Vater war am Dienstag bereits nach wenigen Minuten vorbei.

(str) - Es ist ein ohnehin ganz spezieller Fall, der am Dienstag vor dem Appellationshof eine überraschende Wendung nahm: Kim Z. war 2018 zu einer Haftstrafe von 14 Jahren mit teilweisem Strafaufschub verurteilt worden, weil er im Oktober 2016 in Bergem versucht hatte, seinen Vater mit einer Autobombe zu töten. Das Tatmotiv: Das Opfer wähnte sich vom Vater ungerecht behandelt.


Dossier: Der Bombenleger von Bergem
Am 1. Oktober 2016 explodiert im Auto eines Mannes in Bergem eine Rohrbombe. Das Opfer überlebt mit Verbrennungen. Der Täter ist der eigene Sohn.

Doch Kim Z. ist psychisch krank und sein Handeln von Verfolgungswahn geprägt. Ein Gutachter hielt fest, dass die Psychose sein Urteilsvermögen zwar beeinträchtigte, nicht aber außer Kraft setzte. Der Beschuldigte galt somit als straffähig und wurde deshalb zu 14 Jahren Haft mit teilweisem Strafaufschub verurteilt.

Am Dienstag sollte der Fall nun in zweiter Instanz verhandelt werden, doch gleich zum Prozessauftakt, zog die Anwältin des Beschuldigten den Berufungsantrag zurück.


In Berufung: Ein Bombenleger als tickende Zeitbombe
Im Oktober 2016 versucht ein psychisch kranker Mann, seinen Vater mit einem Sprengsatz zu töten. Am Dienstag befasst sich der Appellationshof mit dem Fall.

Da sich die Staatsanwaltschaft der Berufung angeschlossen hatte und diese ihren Antrag nicht zurückziehen kann, müssen die Appellationsrichter nun über die Sachlage entscheiden.

Das Urteil aus erster Instanz zu bestätigen, ist dabei nur eine Möglichkeit. Sie können auch ein komplett anderes Urteil fällen.

Ihre Entscheidung geben sie am 3. Dezember bekannt.


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14 Jahre Haft für Bombenleger von Bergem
Die hauptstädtische Kriminalkammer hat am Mittwoch jenen Mann, der im Oktober 2016 versucht hatte, seinen Vater in Bergem mit einer Autobombe zu töten, zu einer langen Haftstrafe verurteilt.
Der Angeklagte hatte am 1. Oktober 2016 einen Sprengsatz im Wagen seines Vaters versteckt und diesen dann per Fernsteuerung gezündet.
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