Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Überraschende Wende: Freisprüche im Fall "Hasseler Mord"
Das Opfer, ein 69-jähriger Mann, war in der Nacht zum 1. November 2010 in seinem Zuhause in Hassel im Schlaf mit einer Axt erschlagen worden.

Überraschende Wende: Freisprüche im Fall "Hasseler Mord"

Archivfoto 2010: Steve Remesch
Das Opfer, ein 69-jähriger Mann, war in der Nacht zum 1. November 2010 in seinem Zuhause in Hassel im Schlaf mit einer Axt erschlagen worden.
Lokales 10.03.2015

Überraschende Wende: Freisprüche im Fall "Hasseler Mord"

"Freispruch für alle drei Angeklagten" so lautet das Urteil, das die Berufungsrichter am Dienstag im Fall Hasseler Mord fällten.

"Freispruch für alle drei Angeklagten" so lautet das Urteil, das die Berufungsrichter am Dienstag im Fall Hasseler Mord fällten. Im Januar 2014 waren die drei Beschuldigten noch zu lebenslangen Gefängnisstrafen verurteilt worden, nun kam es zur überraschenden Wende.

Zur Erinnerung: In der Nacht zum 1. November 2010 war ein 69-jähriger Einwohner aus Hassel in seinem Zuhause in der Rue Killebierg im Schlaf mit einer Axt erschlagen worden.

Vor Gericht mussten sich insgesamt drei Personen für die Tat verantworten: Pascal K., der ehemalige Lebensgefährte und Adoptivsohn des Opfers, Jérémy B., der "neue" Partner von Pascal K., sowie Charles C., der das Verbrechen im Auftrag der beiden anderen Beschuldigten ausgeführt haben sollte.

Die Beschuldigten hatten vor Gericht stets abgestritten, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Handfeste Beweise für ihre Schuld gibt es keine, allerdings belasteten diverse Indizien die drei Männer. Die Anklage hatte denn auch die Bestätigung des ersten Urteils gefordert.

Dieser Aufforderung sollte das Berufungsgericht am Dienstag aber nicht nachkommen.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

„Hasseler Mord": Berufungsrichter urteilen am 10. März
Das Berufungsverfahren im Fall „Hasseler Mord“ wurde am Dienstag abgeschlossen. Derweil die Verteidiger allesamt einen Freispruch für ihre Mandanten verlangten, forderte die Anklage die Bestätigung des ersten Urteils - sprich lebenslange Haft für alle drei Beschuldigten.
Die drei Beschuldigten hatten bis zuletzt abgestritten, etwas mit dem Tod des 69-jährigen Camille K. zu tun zu haben. Der Mann war in der Nacht zum 1. November 2010 in seinem Haus in Hassel mit einer Axt im Schlaf erschlagen worden.
„Hasseler Mord“: Dreimal lebenslänglich gefordert
Im Berufungsverfahrens zum „Hasseler Mord“ forderte die Generalstaatsanwaltschaft die gleichen Strafen, die auch in erster Instanz verhängt worden waren. An der Schuld der drei Beschuldigten hat die Anklage - trotz Unschuldsbekundung - keinen Zweifel.
Für den "Hasseler Mord" waren in erster Instanz alle drei Beschuldigten zu lebenslanger Haft verurteilt worden.