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Twin Towers in Belval
Lokales 2 Min. 14.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Univiertel

Twin Towers in Belval

Das "Naos"-Gebäude von Atenor ist eines der zahlreichen Projekte die in Belval in Angriff genommen wurden.
Univiertel

Twin Towers in Belval

Das "Naos"-Gebäude von Atenor ist eines der zahlreichen Projekte die in Belval in Angriff genommen wurden.
Grafik: Atenor/ Architekt: Beiler + François
Lokales 2 Min. 14.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Univiertel

Twin Towers in Belval

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Die Industriebrache in Beval zieht seit dem Unianfang vermehrt ausländische Investoren an. So ist u. a. ein "Twin Tower"-Projekt auf dem Standort vorgesehen.

(na) - Belval zieht nun vermehrt ausländische Großinvestoren an. Gesellschaften wie Perrard (F), Cappelli (F), Atenor (B) oder Strabag (D) haben die Industriebrache für sich entdeckt und planen an großen Gebäudekomplexen.

Im Gebäudekomplex, der von Atenor errichtet wird, sind im Erdgeschoss Geschäftsflächen und in den oberen Etagen Büroflächen vorgesehen.
Im Gebäudekomplex, der von Atenor errichtet wird, sind im Erdgeschoss Geschäftsflächen und in den oberen Etagen Büroflächen vorgesehen.
Grafik: Atenor/ Architekt: Beiler + François

Jetzt, da die ersten Studenten in Belval sind, wird der Standort von ausländischen Investoren mit anderen Augen betrachtet, so Agora-Direktor Vincent Delwiche am Dienstag. Im "Naos" getaufenten Gebäude will zum Beispiel die Atenor-Gruppe ein Bürokomplex errichten, in den  zwei Firmen einziehen wollen.

Dabei handelt es sich eigenen Angaben nach um die informatorische Gesellschaft ARNS und um die Finanzgesellschaft A3T. Wie immer in Belval, wird auf eine Vermischung der Funktionen Acht gegeben. So sind im Erdgeschoss Geschäftsflächen vorgesehen.

Twin Towers in Belval

Die Cappelli-Gruppe hat sich das "Twin Tower"-Projekt vorgenommen (rechts auf der Grafik).
Die Cappelli-Gruppe hat sich das "Twin Tower"-Projekt vorgenommen (rechts auf der Grafik).
Grafik: Agora

Nicht weit davon entfernt ist ein doppeltes Turmgebäude geplant. Die Twin Towers werden von der Capelli-Gruppe errichtet. Hier sind rund 100 Wohnungen, sowie 2500 Quadratmeter Bürofläche vorgesehen. Im letzten Stockwert ist eine Bar geplant.

Zwei weitere Restaurants

Außerdem soll bis August das "Feierwon"-Gebäude, gegenüber des Belval Plaza, fertiggestellt werden. Hier werden zwei weitere Restaurants eröffnen. In den oberen Etagen entstehen Wohnungen.

"Wie sind nicht mehr in der Vision, sondern in die Realität angekommen", drückt es Agora-Präsident Etienne Reuter aus. Mittlerweile seien 10000 Personen im Viertel aktiv, so Vincent Delwiche. Das sind 1500 Einwohner (vor allem auf Beleser Seite), 4500 Studenten (darunter die Schüler des Lycée Bel-Val) sowie 4000 Personen, die dort arbeiten.

Belval blogt

Man müsse Belval Zeit lassen, damit sich dort Studentenleben entwickeln könne, hieß es von Seiten der Agora.
Man müsse Belval Zeit lassen, damit sich dort Studentenleben entwickeln könne, hieß es von Seiten der Agora.
Foto: Lex Kleren

Nun gehe es auch darum das Viertel vermehrt mit Leben zu füllen. Dafür wurde ein Blog: umbelval.lu ins Leben gerufen. Auf das Unwohlsein das von einem Teil der Unigemeinschaft in Belval angeprangert wird angesprochen, plädierte Etienne Reuter dafür, sich etwas Zeit zu lassen. "Änderungen sind nie einfach".

Mit der Zeit werde sich das Studentenleben entwickeln. Auch würden Gespräche zwischen den Akteuren vor Ort stattfinden.

Am Rande der Pressekonferenz war dann aber zu erfahren, dass die Idee, einen Viertelmanager einzusetzen, wie es ihn zum Teil schon im Kirchberg gibt, geprüft wird.

Schifflingen unter die Lupe

Agora ist aber nicht nur für die Entwicklung von Belval verantwortlich, sondern wurde Anfang des Jahres auch mit einer Machbarkeitsstudie zur Industriebrache Schifflingen beauftragt. Die Arbeiten seien eingeleitet worden, so Frank Vansteenkiste, Vertreter des Nachhaltigkeitsministerium bei Agora.

Das Gelände sei um einiges kleiner als Belval und durch seine Lage auch einfacher an den bestehenden urbanen Raum in Esch und Schifflingen anzubinden.

Es wurden sich nun drei Jahre gegeben, um besagte Studie durchzuführen.


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