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Tunnel Schüttburg öffnet später als geplant
Lokales 3 Min. 15.11.2022
Einsturz des Eisenbahntunnels

Tunnel Schüttburg öffnet später als geplant

Nach den umfangreichen Analysen können die Instandsetzungsarbeiten nun aufgenommen werden.
Einsturz des Eisenbahntunnels

Tunnel Schüttburg öffnet später als geplant

Nach den umfangreichen Analysen können die Instandsetzungsarbeiten nun aufgenommen werden.
Foto: Guy Jallay
Lokales 3 Min. 15.11.2022
Einsturz des Eisenbahntunnels

Tunnel Schüttburg öffnet später als geplant

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Zweieinhalb Monate nach dem Tunneleinsturz bei Kautenbach gibt es Details. Klar ist, dass die Strecke so schnell nicht frei für den Verkehr gegeben wird.

Eins steht fest: Der Tunnel Schüttburg bei Kautenbach, der Ende August eingestürzt war, wird am 11. Dezember nicht für den Verkehr freigegeben. Dies teilten die CFL-Verantwortlichen am Dienstag in einer Pressekonferenz mit. 

„Es ist eine unangenehme Situation für die Kunden. Sie müssen nicht nur auf Ersatzbusse umsteigen, sondern auch längere Reisezeiten in Kauf nehmen“, betonte Generaldirektor Marc Wengler. Eine Inbetriebnahme zum anfangs vorgegeben Datum sei aber nicht möglich. Dies habe sich aus verschiedenen Analysen ergeben. 

Zur Erinnerung: Während Wartungsarbeiten war am 27. August ein Teil des Tunnels Schüttburg auf der Strecke zwischen Kautenbach und Wilwerwiltz eingestürzt. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Anfangs war man davon ausgegangen, dass die Unterführung Mitte Dezember wieder öffnen könnte. Gewissheit sollten jedoch erst die aufwendigen geologische und geophysikalische Analysen geben. 

Instandsetzung erfolgt in acht Etappen

Laut Henri Werdel, Direktor für die Infrastrukturen, wurden an drei Stellen zwölf Bohrungen in einer Tiefe von 50 bis 75 Metern realisiert, um der Ursache für den Einsturz auf den Grund zu gehen. Ziel dabei war es unter anderem den Hohlraum zu finden, der durch den Felssturz entstanden ist, aber auch um die Stabilität der restlichen Felsmasse zu untersuchen. 

„Dabei wurde ein Bereich aus instabiler Felsmasse mit beeindruckenden Ausmaßen festgestellt“, erklärte Werdel. Diese Stelle habe eine Länge und eine Breite von jeweils 20 Metern und eine Höhe von 25 Metern. Anhand von Laserscans wurde jedoch ausgeschlossen, dass sich das Tunnelgewölbe durch den Felssturz verformt hat.  

Nun werde man alles daran setzen, die Unterführung instand zu setzen und sicher zu gestalten. Eine Arbeit, die in acht aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt wird. In der ersten Etappe die Bereiche mit der instabilen Felsmasse und des Schüttkegels, der durch den Einsturz entstanden ist, stabilisiert. Dabei wird der Felsschutt, der einen Teil der Gleise bedeckt, mit Betonmörtel verfestigt. 

In den kommenden Monaten wird der Tunnel mit aufwendigen Methoden stabilisiert.
In den kommenden Monaten wird der Tunnel mit aufwendigen Methoden stabilisiert.
Foto: Guy Jallay / LW-Archiv

Danach werden die Bohrlöcher, die während den Untersuchen entstanden sind,  mit Blähtonkugeln und Betonmörtel aufgefüllt. Schließlich werden provisorische Stahlbögen installiert, um die Sicherheit zu gewährleisten und das Abtragen des Felsschutts zu ermöglichen. 

Mit zusätzlichen Verankerungen wird die Felskonsistenz verstärkt. Erst danach können der Felsschutt nach und nach abtransportiert und definitive Stahlbögen integriert werden. „Während sämtlichen Etappen werden wir die immer wieder Kontrollen durchführen“, betonte Werdel weiter. In der letzten Phase folgen die Arbeiten an den Gleisen sowie der Einbau der elektrischen Traktionsanlagen, die vor den Wartungsarbeiten im August entfernt wurden. 

Um das Timing einzuhalten, wird in zwei Schichten à zehn Stunden gearbeitet. Details über die Kosten sind bis dato noch nicht bekannt.


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