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Tunnel in Echternach
Lokales 2 Min. 23.12.2013 Aus unserem online-Archiv

Tunnel in Echternach

Tunnel in Echternach

Lokales 2 Min. 23.12.2013 Aus unserem online-Archiv

Tunnel in Echternach

Einigen Lokalpolitikern scheint es unverständlicherweise recht zu sein, dass der Tunnel und die Umgehungsstraße von Echternach ad acta gelegt werden sollen. Wegen der schwierigen Verkehrssituation müssen diese Pläne jedoch unbedingt umgesetzt werden. 

Einigen Lokalpolitikern scheint es unverständlicherweise recht zu sein, dass der Tunnel und die Umgehungsstraße von Echternach ad acta gelegt werden sollen. Wegen der schwierigen Verkehrssituation müssen diese Pläne jedoch unbedingt umgesetzt werden. 

Ein Nord-Süd-Tunnel (Richtung Wasserbillig-Diekirch) ist Bestandteil des maßgeschneiderten Straßenkonzeptes für Echternach aus dem Jahr 1973, dem Baujahr der neuen Brücke. Der würde der seit 2006 bestehenden, unnötigen psychischen Belastung der Einwohner, die von den Straßenbauplänen für die Benediktiner- und die Charlystraße sowie den Parking Bréil betroffen sind, ein Ende setzen und vermeiden, dass die Bürger von Echternach gegeneinander ausgezählt werden.

Eine direkte Nord-Süd-Verbindung ist im engen Sauertal die einzige Alternative, die eine nachhaltige Entlastung für die Ermesinde-, die Maximilian-, die Remparts- und die Wasserbilligerstraße sowie für die Kreuzung Route de Luxembourg/Rue des Remparts bewirken kann, ohne die neuralgische Charlystraße zu belasten. Aktuell ist die Trasse des Tunnels bedroht durch die dringend benötigte Lyzeumssporthalle.

Mit seinen 1 100 Metern könnte der Tunnel 1 750 Meter Verkehrsbelastung in Echternach und 2 000 Meter in Echternacherbrück unterbinden. Mit Kosten von rund 30 Millionen Euro wäre der Tunnel finanzierbar (wobei 25 Prozent von der EU subventioniert werden könnten). Der Tunnel würde eine positive, grenzüberschreitende Stadtentwicklung in Gang setzen und den zerstörerischen Plänen für die Benediktiner- und Charlystraße sowie für den Parking Bréil ein Ende setzen.

Andere Lösungsansätze würden den Verkehr nur verlagern, sodass die aussichtslose Situation in Echternach bestehen bleiben würde. Mit dem Tunnel würde die Perspektive auf die Ostumgehung (E29 Bitburg-Luxemburg mit Kosten von 120 Millionen Euro) erhalten bleiben. Das Argument, dass die Transitzahlen laut einer rezenten Verkehrsstudie zu gering seien, um den Bau des Tunnels zu rechtfertigen, wird dadurch entkräftet, dass dem innerörtlichen Nutzen sowie den Teiltransitzahlen keine Rechnung getragen wurde. Auch wurden die Verkehrszahlen von Echternacherbrück außer Acht gelassen.

 Eine Unterschriftenaktion wur-de deshalb gestartet. 329 Personen, hauptsächlich betroffene Anrainer, haben diese Aktion bereits unterstützt. Sie hoffen auf ein Einsehen der Lokalpolitik, damit wenige Minuten vor zwölf doch noch eine Lösung im Interesse der Menschen und der Stadt in die Wege geleitet wird. 

Guy Scholtes, Joseph Weis