Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Trierer Goldschatz ab Frühsommer 2020 wieder zu sehen
Lokales 20.11.2019

Trierer Goldschatz ab Frühsommer 2020 wieder zu sehen

Der Numismatiker Karl-Josef Gilles platziert im Landesmuseum römische Goldmünzen in einer Vitrine. Es handelt sich um den weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit: 18,5 Kilo schwer und rund 2600 Münzen stark. Vor 25 Jahren wurde er in Trier entdeckt.

Trierer Goldschatz ab Frühsommer 2020 wieder zu sehen

Der Numismatiker Karl-Josef Gilles platziert im Landesmuseum römische Goldmünzen in einer Vitrine. Es handelt sich um den weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit: 18,5 Kilo schwer und rund 2600 Münzen stark. Vor 25 Jahren wurde er in Trier entdeckt.
Foto: Thomas Frey/dpa
Lokales 20.11.2019

Trierer Goldschatz ab Frühsommer 2020 wieder zu sehen

Am 8. Oktober versuchten zwei Unbekannte in einer spektakulären aber erfolglosen Aktion, den Trierer Goldschatz zu stehlen. Der Goldschatz wird der Öffentlichkeit erst ab Frühsommer wieder gezeigt.

(dpa/lrs) - Der Goldschatz im Rheinischen Landesmuseum Trier wird nach einem Diebstahlversuch vor rund sechs Wochen erst im Frühsommer 2020 wieder zu sehen sein. Zuvor werde das Münzkabinett sicherheitstechnisch richtig aufgerüstet, sagte Museumsdirektor Marcus Reuter der Deutschen Presse-Agentur in Trier.

Geplant seien unter anderem eine neue Sicherheitstür komplett aus Stahl und eine neue, "noch sicherere" Panzervitrine, in der dann der Schatz mit seinen gut 2600 Münzen aus purem Gold seinen Platz finden werde.


Der "Trierer Goldschatz" wurde 1993 gefunden. Es handelt sich um den weltweit größten Goldschatz der römischen Kaiserzeit: 18,5 Kilo schwer und rund 2600 Münzen stark.
Landesmuseum Trier: Diebe wollten römischen Goldschatz stehlen
Der Einbruch ins Trierer Landesmuseum ist noch nicht aufgeklärt, die Täter flüchtig. Die Polizei geht davon aus, dass sie es gezielt auf das wertvollste Objekt abgesehen hatten: Den "Trierer Goldschatz".

Unbekannte waren am 8. Oktober über ein Fenster in das Museum eingebrochen. Trotz brachialer Gewalt gelang es ihnen aber nicht, im Münzkabinett den Glaskubus über dem Schatz zu öffnen. Der rund 18,5 Kilogramm schwere Goldschatz sei derzeit an einem sicheren, geheimen Ort untergebracht, sagte Reuter.

Der weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit sei das absolute Aushängeschild des Museums. Sein archäologischer Wert ist nach Angaben der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz unschätzbar.

Der rund 18,5 Kilogramm schwere Goldschatz sei derzeit an einem sicheren, geheimen Ort untergebracht, so Museumsdirektor Marcus Reuter.
Der rund 18,5 Kilogramm schwere Goldschatz sei derzeit an einem sicheren, geheimen Ort untergebracht, so Museumsdirektor Marcus Reuter.
Foto: LW-Archiv

Die geplanten neuen Sicherheitsvorkehrungen seien nach Beratungen mit dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz erarbeitet worden. Man gehe von einem sechsstelligen Betrag aus, der investiert werden müsse, sagte der Direktor. Im Zuge der Arbeiten werde auch vor dem Münzkabinett der Info-Bereich überarbeitet.


Trierer Goldschatz: Polizei fahndet mit Video nach Tätern
Das Polizeipräsidium Trier veröffentlichte am Freitag ein Überwachungsvideo der beiden Verdächtigen, in der Hoffnung dadurch Hinweise auf ihre Identität zu erhalten.

"Die Geschichte rund um den Schatz wird ab Frühsommer dann besser, schöner und detaillierter erzählt." Die Räume der Dauerausstellung sind weiter für Besucher zugänglich.

Die mutmaßlichen Täter waren ohne Beute geflüchtet. Sie ließen zwei Vorschlaghämmer, zwei große Schraubendreher und ein Brecheisen im Museum zurück. "Wir haben noch keine heiße Spur", sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten fahnden auch mit einem Video und Fotos.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Hintergrund: Der "Trierer Goldschatz"
Er besteht aus über 2.600 Münzen aus dem 1. und 2. Jahrhundert, ist insgesamt 18,5 Kilo schwer und kam durch reinen Zufall ans Tageslicht. Der "Trierer Goldschatz" ist ein weltweit einmaliger Fund.
Ein Teil der Münzen mit dem beschädigten Kupfergefäß.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.