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Trier: Weiterer DNA-Test nach Mord an Beatrix Hemmerle
Lokales 07.01.2021

Trier: Weiterer DNA-Test nach Mord an Beatrix Hemmerle

Beatrix Hemmerle wurde 1989 brutal ermordet.

Trier: Weiterer DNA-Test nach Mord an Beatrix Hemmerle

Beatrix Hemmerle wurde 1989 brutal ermordet.
Foto: Polizei Trier
Lokales 07.01.2021

Trier: Weiterer DNA-Test nach Mord an Beatrix Hemmerle

Der Mord liegt über 31 Jahre zurück und ist bis heute ungeklärt. DNA-Reihentests sollen neue Hinweise bringen. Ein erster blieb ohne Erfolg - nun werden weitere 100 Männer angeschrieben.

(dpa/lrs) - Bei der Aufklärung eines Mordes an einer Frau vor mehr als 30 Jahren in Trier setzt die Polizei jetzt auf einen zweiten DNA-Reihentest. Dafür sollen weitere rund 100 Männer angeschrieben werden, um freiwillig eine Speichelprobe abzugeben, wie ein Sprecher der Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Trier sagte. Der Test werde in der ersten Jahreshälfte starten.


31 Jahre alter Mord: Polizei in Trier bittet Hunderte Männer zum Test
Vor fast genau 31 Jahren ermordete ein bis heute unbekannter Mann eine 32-jährige Triererin in deren Wohnung nahe der Uni. Jetzt gibt es neue Hinweise - und einen groß angelegten DNA-Test.

Die Männer waren im Zuge der Ermittlungen zum Mord an Beatrix Hemmerle personalisiert worden: Ein Unbekannter hatte die 32-Jährige im August 1989 in ihrer Wohnung erstochen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter aus dem persönlichen oder räumlichen Umfeld des Opfers stammt. Er war über eine offen stehende Balkontür in die Wohnung eingedrungen.

Fast alle Proben sind ausgewertet.

Eine erste Auflage der Gentests in der zweiten Hälfte von 2020 hatte keinen Treffer gebracht. Da waren mehr als 100 Männer angeschrieben worden. Es habe kaum Verweigerer gegeben. Und: „Fast alle Proben sind ausgewertet“, sagte der Sprecher. Daraus hätten sich keine neuen Hinweise ergeben. Es seien aber anderweitig weitere Hinweise hinzugekommen, die noch überprüft werden müssten.

Die Lederjacke vom Parkplatz, die der Kriminalpolizei wichtige Spuren lieferte.
Die Lederjacke vom Parkplatz, die der Kriminalpolizei wichtige Spuren lieferte.
Foto: Polizei Trier

Seit 2017 neue Ermittlungen

Anlass für die DNA-Untersuchungen ist, dass die Polizei den Fall seit 2017 neu aufgerollt hat und dank neuer Technik an einem Beweisstück auf genetische Spuren stieß, die vom Täter stammen sollen. Aufgrund des gesicherten DNA-Profils hält die Polizei eine Klärung des Falls „durchaus im Bereich des Möglichen“.

Problematisch könnte die lange Zeit sein, die vergangen ist: „Der Täter könnte möglicherweise zwischenzeitlich verstorben sein“, sagte der Sprecher. Bei den DNA-Überprüfungen seien daher, sofern das möglich war, auch Angehörige von verstorbenen Personen miteinbezogen worden. Der Mordfall war Mitte August 2020 auch Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gewesen.


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