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Trickbetrug: Betrüger schlägt wieder zu
Lokales 2 Min. 02.11.2017

Trickbetrug: Betrüger schlägt wieder zu

Indem er Ausweispapiere, Visitenkarten oder Telefonnummern vorzeigt, schafft der Mann es immer wieder, seine Opfer in falscher Sicherheit zu wiegen.

Trickbetrug: Betrüger schlägt wieder zu

Indem er Ausweispapiere, Visitenkarten oder Telefonnummern vorzeigt, schafft der Mann es immer wieder, seine Opfer in falscher Sicherheit zu wiegen.
Foto: Steve Remesch/LW-Archiv
Lokales 2 Min. 02.11.2017

Trickbetrug: Betrüger schlägt wieder zu

Ein bekannter Trickbetrüger treibt in Luxemburg wieder sein Unwesen. Der Mann erzählt seinen Opfern, dass er ausgeraubt worden sei und nun Geld für die Heimfahrt brauche.

(m.r.) - Ein bekannter Trickbetrüger treibt in Luxemburg wieder sein Unwesen. Auf englisch erzählt der Mann seinen Opfern, dass er ausgeraubt worden sei und nun Geld für die Heimfahrt brauche. Bereits vor einem Jahr warnte die Polizei vor dem Betrüger.

Indem er Ausweispapiere, Visitenkarten oder Telefonnummern vorzeigt, schafft er es immer wieder, seine Opfer in falscher Sicherheit zu wiegen. Danach verschwindet der Mann allerdings von der Bildfläche und ist nicht mehr erreichbar. Der Betrüger treibt sein Unwesen zumeist auf Autobahnraststätten und großen Parkplätzen. Er konnte durch diese Masche bereits mehrere tausend Euro ergattern.

Vorfälle auf der Aire de Wasserbillig

Auch Tim W.  fiel im vergangenen Februar auf den Betrüger herein und gab ihm auf der Aire de Wasserbillig 250 Euro. Am vergangenen Sonntag wurde der Pendler aus Hunsrück (D) dort erneut von dem Mann angesprochen, wimmelte ihn aber ab. Tim W. beobachtete dann, wie er eine Frau ansprach.

Sofort ging er zu den beiden hin und warnte die Frau, dem Mann drohte er damit, die Polizei zu rufen. Dieser setzte sich daraufhin sofort in sein Auto, einen roten Lexus mit irischem Kennzeichen, und fuhr in Begleitung eines jungen Mannes davon.

"Im Februar stellte der Mann sich mir unter dem Namen Marc Kelly vor, gab an, dass er bei einer Autofirma arbeite und auf dem Heimweg ausgeraubt worden sei. Für die Durchfahrt durch den Eurotunnel benötige er Geld", berichtet Tim W.

Der Trickbetrüger gab dem Pendler seine Handynummer, zeigte ihm Bilder von seiner Frau und Kindern. "Er bat mich sogar ihn anzurufen und zeigte mir meine Nummer auf seinem Handydisplay". Dass er einem Betrüger auf dem Leim gegangen ist, merkte Tim W. erst später, als das Handy nicht mehr erreichbar war.

Auf Hinweise von Zeugen angewiesen

Solche Vorfälle sind der Polizei bekannt. In der Vergangenheit gab der Mann sich als John Moloney oder Peter McElroy aus. Auf frischer Tat ertappt, wurde er allerdings noch nicht. Der Polizei zufolge, operiere der Mann in unregelmäßigen Abständen, sodass eine Lauerwache nicht möglich sei. Deshalb ist die Polizei auf die Hinweise von Zeugen angewiesen.

In den vergangenen zwei Monaten seien drei solcher Vorfälle bei der Polizei gemeldet worden, eines der Opfer gab dem Mann sogar 750 Euro. Die Dunkelziffer könnte allerdings deutlich größer sein, da sich nicht alle Opfer bei der Polizei melden. Auch Tim W. hat im Februar keine Anzeige wegen Betrug gestellt, will dies nun aber noch nachholen.

Bereits vor einem Jahr wurde bekannt, dass der Trickbetrug auf internationaler Ebene durchgeführt wird. In der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich hat der Mann bereits zugeschlagen.



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