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Treu zur Mutter der Kirche und Mamm vu Lëtzebuerg
Lokales 27 2 Min. 06.05.2018

Treu zur Mutter der Kirche und Mamm vu Lëtzebuerg

Das Luxemburger Gnadenbild auf dem Weg durch die Hauptstadt.

Treu zur Mutter der Kirche und Mamm vu Lëtzebuerg

Das Luxemburger Gnadenbild auf dem Weg durch die Hauptstadt.
Foto: Guy Wolff
Lokales 27 2 Min. 06.05.2018

Treu zur Mutter der Kirche und Mamm vu Lëtzebuerg

Wenn es gute Luxemburger Art ist, die Oktav mit der feierlichen Erneuerung der Erwählung der Muttergottes zur Stadt- und Landespatronin abzuschließen, so wurden dem Pontifikalamt am Sonntag polnische Klangfarben beigemischt.

(Jma) - Wenn es gute Luxemburger Art ist, die Oktav mit der feierlichen Erneuerung der Erwählung der Muttergottes zur Stadt- und Landespatronin abzuschließen, so wurden dem Pontifikalamt am Sonntag polnische Klangfarben beigemischt – und das gleich aus mehreren Gründen.

Präsidiert wurde die Eucharistiefeier von Marek Jędraszewski, Erzbischof von Krakau. Der Erzbischof aus der ehemaligen Krönungsstadt der polnischen Könige kniete vor dem Luxemburger Gnadenbild wie einst sein illustrer Amtsvorgänger Karol Wojtyla, der 1985 als Papst Johannes Paul II. unser Nationalheiligtum als eine « Quelle des Heils » bezeichnete. Während der diesjährigen Oktav wurde dem Papst aus Polen in der Kathedrale eine Ausstellung gewidmet, die anlässlich des 40. Jahrestages seines Pontifikats noch bis zum 13. Mai besichtigt werden kann.


Oktave 2018. Pfarrei Region Echternach Region Sankt-Willibrord.Photo: Guy Wolff
Die Oktave in Bildern
Seit dem 21. April pilgern wieder täglich die Gläubigen in die Muttergottesoktave. Unsere Fotografen mischen sich unter sie, damit wir Ihnen die schönsten Bilder zeigen können.

Mit Erzbischof Jędraszewski war eine 50-köpfige Jugendgruppe aus Polen nach Luxemburg gereist. Außerdem erklangen während der Messfeier polnische Marienlieder, die von einem Vokal- und Instrumentalensemble der ortsansässigen polnischen Gemeinschaft unter der Leitung von Marcin Wierzbicki vorgetragen wurden. Im Wechselgesang mit der « Maîtrise de la Cathédrale » wurde die Marienhymne «Serdeczna Matko » auf polnisch und deutsch interpretiert. Musikalisch wurde der Domchor rund um Marc Dostert von Domorganist Paul Breisch und einem Bläserquartett begleitet.

 

Votum solemne  als ein Stück ‘nation branding’ 

 

In seiner Predigt ging Erzbischof Jędraszewski auf die relativ rezente Verehrung der Gottesmutter als « Mutter der Kirche » ein. Wenn am kommenden Pfingstmontag erstmals der liturgische Gedenktag « Mutter der Kirche » in der gesamten Kirche begangen würde, so hätten die polnischen Bischöfe dieses Fest bereits 1971 in Polen eingeführt, so der Erzbischof von Krakau, der auch Bezug auf die Lokalkirche in Luxemburg nahm : « Dans le mot ‘Mère’ nous contemplons celle qui est pour nous ‘Consolatrice des Affligés’, et à travers le mot ‘Eglise’ nous entrevoyons cette noble portion de l’Eglise qu’est l’Eglise locale au Luxembourg ».

Es sei mit großer Emotion dass er vor dem Gnadenbild der Trösterin stünde, denn die Menschen brauchen Trost, bekräftigte der Gast aus Polen. In Präsenz des Apostolischen Nuntius in Luxemburg Augustine Kasujja, Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sowie Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Kirche erneuerte Erzbischof Jean-Claude Hollerich das mehr als 350-jährige Versprechen vor der Landespatronin.

Traditionell beteiligten sich an dem Weiheakt eine 70-köpfige Pilgergruppe aus der Wallfahrtsstadt Kevelaer, die Johannes Paul II. als « Europa des Glaubens » bezeichnete. Vor dem Schlusssegen wurde dem emeritierten Erzbischof von Luxemburg ein Blumenstrauß anlässlich seines gestrigen 84. Geburtstages überreicht. Zum Abschluss stimmten die zahlreichen Gottesdienstbesucher in das Lied « O Mamm, léif Mamm » ein, das während des Zweiten Weltkrieges von den nach Schlesien deportierten Luxemburgern inbrünstig gesungen wurde und bis heute die Treue zur Consolatrix Afflictorum in einfachen Worten zum Ausdruck bringt.