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"Tramsschapp" nimmt Form an: Gestatten, das Herzstück der Tram
Lokales 6 24.05.2016

"Tramsschapp" nimmt Form an: Gestatten, das Herzstück der Tram

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
Es gilt gewissermaßen als Voraussetzung für das Projekt Tram: das neue „Centre de remisage“ in Kirchberg. Ende des Jahres wird die Gesellschaft Luxtram ihren neuen Sitz beziehen.

(DL) - Es gilt gewissermaßen als Voraussetzung für das Projekt Tram: das neue „Centre de remisage“, das derzeit unweit des Kreisverkehrs Serra in Kirchberg, am Rande des „Gréngewald“, entsteht. Im September vergangenen Jahres war der symbolische Grundstein für den neuen „Tramsschapp“ gelegt worden – inzwischen sind die Arbeiten weit fortgeschritten.


Zum Jahreswechsel werden die Mitarbeiter der Trambetreibergesellschaft Luxtram hier ihr neues Firmengebäude beziehen – der Rohbau wurde, wie auf dem Bild zu erkennen, bereits fertiggestellt. Das Gebäude wird zum einen für Verwaltungszwecke genutzt, zum anderen ist hier der „Poste de commande centralisé“, also das Kontrollzentrum der Tram, untergebracht. Insgesamt werden den Angestellten von Luxtram hier 2 400 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

240 Mitarbeiter bis 2020

Luxtram selbst wird in den kommenden Jahren stark wachsen. So sollen aus den aktuell 20 Mitarbeitern bis Ende 2017 rund 90 werden. Bis 2020 dürfe die Trambetreibergesellschaft sogar 240 Beschäftigte zählen, darunter Ingenieure, Techniker – und natürlich die Tramfahrer. Nach Fertigstellung der kompletten Strecke zwischen Findel und Cloche d'Or im Jahr 2020/2021 dürften deren mehr als 60 für Luxtram im Einsatz sein.

Bei dem neuen Firmensitz handelt es sich um eines von insgesamt drei Gebäuden, die zusammen das „Centre de remisage“ bilden. Gleich neben den Räumlichkeiten von Luxtram entsteht das Tramdepot. Diese 192 Meter lange und 32 Meter breite Struktur bietet Platz für 32 Tramfahrzeuge – also den gesamten Fuhrpark bei Bedienung der ganzen Strecke.

Gleise kommen im Juni

Bei dem dritten Gebäude handelt es sich um die Wartungshalle. Hier werden die Tramfahrzeuge späterhin gereinigt, instand gehalten und repariert.

Die ersten Gleise für die neue Straßenbahn werden nächsten Monat eintreffen; das erste Fahrzeug wird im März 2017 geliefert. Bis dahin sollen die Arbeiten am neuen „Tramsschapp“, der vom Architektenbüro Werkgemeinschaft Karlsruhe in Zusammenarbeit mit den Ingenieurbüros Inca und RMC realisiert wird, komplett abgeschlossen sein. Ende 2017 wird die Tram dann erstmals über das Kirchberg-Plateau fahren.


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