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Tradition: "Léiwe Kleeschen, gudde Kleeschen ..."
Lokales 8 1 2 Min. 04.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Tradition: "Léiwe Kleeschen, gudde Kleeschen ..."

Lokales 8 1 2 Min. 04.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Tradition: "Léiwe Kleeschen, gudde Kleeschen ..."

In der Nacht auf Mittwoch zieht der große Heilige von Haus zu Haus, um Kinder zu beschenken. Der Brauch wird jedoch nicht überall auf die gleiche Weise gefeiert. Ein Blick über die Grenzen und ins historische Fotoalbum.

von Christelle Brucker, übersetzt von Teddy Jaans

Am Mittwoch 6. Dezember haben die Kinder schulfrei und wohl auch manch Elternteil wird sich Urlaub genommen haben, um den Nikolaustag zusammen mit glücklichen (weil beschenkten) Kindern zu verbringen.

Der Brauch ist besonders in Luxemburg stark verankert, doch auch beispielsweise in Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Lothringen kennt man die Verehrung des Heiligen Nikolaus als Schutzpatron der Kinder.

Doch es gibt Unterschiede: In Luxemburg ist es gang und gäbe, dass der Heilige in großem Umzug durch die Straßen zieht.

Sehen Sie sich einige Bilder aus der Vergangenheit an:

Wunderbare Erinnerungen

Im Großherzogtum ist das Nikolausfest für die Kleinen weit wichtiger als Weihnachten.

Schon ab Ende November stellen die Kinder den "Schong" in der Hoffnung, St. Nikolaus möge ihnen während der Nacht einige Süßigkeiten darin ablegen. Am 6. Dezember versammelt sich meist die ganze Familie um einen festlich gedeckten Tisch und den Kindern werden die bestellten Spielsachen übergeben.

Spricht man Luxemburger auf den "Kleeschen" an, kommen zumeist warme Kindheitserinnerungen in ihnen hoch:



Für Bewohner entfernter Länder mutet die Vorstellung eines Bischofs, der mit seinem Esel durch die Lande zieht und Süßigkeiten verteilt manchmal befremdlich an.

Zahlreiche Unternehmen organisieren Feiern zu Ehren des Heiligen. Zudem werden um den Nikolaustag vielerorts die "Boxemännercher" aus Kuchen oder "Brioche" mit Heißhunger verspeist.

Eine der beliebtesten Weisen ist der "Léiwe Kleeschen:"

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In Belgien bekommt er ein Bier

In Belgien passiert der Nikolaus auch in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember. Vielerorts werden leere Teller in der Stube aufgestellt, in der Hoffnung, der Kinderfreund möge sie mit allerlei Naschwerk gut füllen, so eine Mutter aus Stockem.

Allerdings ist der 6. kein Feiertag und die Nikolausfeier findet meist an einem Wochenende um das Stichdatum herum statt.

"Kleeschen" freue sich auch immer, wenn man ihm ein Bier oder etwas hochprozentigeres auf den Gabentsich stelle, so die Mutter aus Stockem weiter.

Saint Nicolas von Myre
Saint Nicolas von Myre
Wikipédia

In Lothringen singt man für den St. Nicolas

In der französischen Grenzregion zieht der Heilige wohl durch manch Kindergarten oder Grundschule, allerdings nicht um die Kinder zu beschenken. Dies ist dem "Pêre Noël" vorbehalten.

St. Nicolas beschränkt sich darauf, einen großen Lebkuchen für die Kinder dazulassen und sich Lieder anzuhören, die die fleißigen Schüler einstudiert haben.

Doch in allen Fällen ist er von Knecht Ruprecht, dem Pêre Fouettard oder "Houséker" begleitet.


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