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Tourismusbilanz des ersten Halbjahres: Zufriedenstellend, aber vom Wetter gekennzeichnet
Die geführten Touren durch die Stadt Luxemburg sind weiterhin sehr beliebt.

Tourismusbilanz des ersten Halbjahres: Zufriedenstellend, aber vom Wetter gekennzeichnet

Foto: Chris Karaba
Die geführten Touren durch die Stadt Luxemburg sind weiterhin sehr beliebt.
Lokales 2 Min. 04.08.2016

Tourismusbilanz des ersten Halbjahres: Zufriedenstellend, aber vom Wetter gekennzeichnet

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Das eher widrige Wetter des ersten Halbjahres hielt die Touristen nicht davon ab, Luxemburg zu besuchen. Viele Camper zog es jedoch eher als geplant weiter. Am beliebtesten bleiben geführte Touren durch die Hauptstadt.

(SH) - Das eher widrige Wetter des ersten Halbjahres hielt die Touristen nicht davon ab, Luxemburg zu besuchen. Die Zwischenbilanz sei zufriedenstellend, erklärte  Staatssekretärin Francine Closener am Donnerstag.

Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 konnten die Hotels ein Plus von 2,1 Prozent an Übernachtungen, die Jugendherbergen eines von 0,8 Prozent verbuchen. Die Campingbetreiber mussten unterdessen jedoch Einbußen hinnehmen. Denn auch wenn mehr Menschen die Plätze ansteuerten als noch vor einem Jahr, gingen die Übernachtungen um 6,9 Prozent herunter. Die teilweise sehr widrigen Witterungsbedingungen haben viele Camper dazu gebracht, ihre Urlaubsplanungen zu überdenken und früher als geplant abzureisen. Wie Closener betonte, sei dies insbesondere für Reisende, die mit dem Wohnwagen unterwegs sind, der Fall.

Was die Übernachtungen in Hotels angeht, zeigt sich die Staatssekretärin erfreut darüber, dass der Anteil der Freizeittouristen um 6,6 Prozent gestiegen ist. Kongressbesucher gab es jedoch 6,4 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Sorgen bereitet dies Closener nicht. "Wegen des EU-Ratsvorsitzes im zweiten Halbjahr 2015 fanden im Vorjahr viele Kongresse zu einem früheren Zeitpunkt im Jahr statt."

Anfang September soll ein dreitägiger internationaler Kongress dazu beitragen, Luxemburg in diesem Bereich bekannter zu machen. Dies sei aus wirtschaftlicher Sicht wichtig, da ein Kongresstourist im Durchschnitt 287 Euro pro Nacht ausgebe, ein Freizeittourist jedoch nur 95 Euro.

Die Mosel legt zu

Als Reiseziel äußerst beliebt ist die Mosel, die im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 von Januar bis Juni 2016 ein Plus von 26,2 Prozent an Übernachtungen verzeichnete. Die Ardennen und das Müllerthal hinken den Zahlen des Vorjahres unterdessen leicht hinterher.

Immerhin schafft es das Müllerthal mit 38 675 Besuchern in sechs Monaten - ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 - in die Top 6 der beliebtesten Touristenattraktionen. Am beliebtesten bleiben die geführten Touren durch die Stadt Luxemburg mit 115 600 Teilnehmern (-4,6 Prozent) sowie der Märchenpark in Bettemburg, der 102 127 Mal besucht wurde. Dies bedeutet allerdings ein Minus von 26,3 Prozent an Besuchern im Vergleich zum Vorjahr. Auch hier haben die widrigen Witterungsbedingungen mitgespielt. Ebenfalls beliebt sind das Schloss Vianden (56 433 Besucher), die Kasematten (53 709) sowie das Mudam (41 388).

US-Amerikaner und Chinesen zögern

Insbesondere Urlauber aus den Nachbarländern besuchen das Großherzogtum gerne. Reisende aus den USA und China sah man in den vergangenen Monaten hingegen weniger in Luxemburg als zuvor. Die Attentate in Paris und Belgien zeigen hier ihre Auswirkungen, denn US-Amerikaner und Asiaten besuchen Luxemburg oft im Rahmen von Rundreisen durch Europa, von denen sie sich nun fernhalten.

Zu hoffen bleibt, dass sie den Weg nach Luxemburg erneut finden werden und dann auch den Westen des Landes besuchen werden. Diese Region soll in Zukunft nämlich stärker gefördert werden. Ab Oktober soll ein regionales Tourismusbüro (Zentrum/Westen) hierzu beitragen. Das Augenmerk soll vor allem auf der Natur liegen. Unterkommen werden Touristen in kleineren Anlagen, denn wirklich große Hotels fehlen im Westen des Landes.

Als weitere Herausforderungen für die Zukunft gelten die neue Klassifizierung der Hotels und Campings sowie das Fertigstellen des Fünfjahresplans für die Periode von 2018 bis 2022.




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