Tourismus-Messe "Vakanz"

Urlaubsfeeling in Kirchberg

Von nah bis fern: An Urlaubszielen fehlt es auf der "Vakanz" nicht.
Von nah bis fern: An Urlaubszielen fehlt es auf der "Vakanz" nicht.
Foto: Gerry Huberty

(SH/lea) - Ein Aktivurlaub im Schnee oder doch lieber gemütliche Strandferien? In der weiten Ferne oder eher nur ein paar Kilometer von zu Hause entfernt? Wer noch keine Idee hat, wohin die nächste Reise führen soll, ist derzeit in den Messehallen in Kirchberg gut aufgehoben, denn seit Freitag und noch bis Sonntag, werben über 200 Anbieter aus aller Welt, auf 17 000 Quadratmetern, auf der „Vakanz“ mit ihren Urlaubsideen. Und hiervon ließen sich bereits zum Auftakt  zahlreiche Besucher inspirieren.

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„Wir wollten hier eine Reise buchen. Nach Palma soll es gehen“, erzählt Armand (Video), der auch gleich fündig wurde. Susi zieht es eher nach Holland. „Ich will mir Prospekte besorgen, da ich diese Gegend bisher noch nicht kannte. Der nächste Urlaub soll dahin gehen“, erklärt sie und betont, dass sie ihre Reisen am liebsten selbst organisiert. „Dann kann ich zu den Sehenswürdigkeiten fahren, zu denen ich will.“

Für Nancy und Philip soll es nach Portugal gehen. „Wir wollen zu einem Festival und zu den Stränden. Einfach Urlaub machen und das Land kennen lernen“, erklären sie.

Kurztrips für Radfahrer

Yara und Theo planen derzeit keinen Urlaub in die weite Ferne. „Wir haben eben erst unser Studium beendet und müssen nun auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen“, erzählen sie. Deshalb haben sie sich auf der Messe über Ziele informiert, die sich für eher kürzere Trips eignen. Am besten mit einer Möglichkeit, Rad zu fahren. Einen Abstecher zu den Ständen, die für Fernziele werben, blieb dann jedoch trotzdem nicht aus. „Wir wollen später einmal nach Peru. Über dieses Reiseziel haben wir recht viele Informationen gefunden“, sagt Theo.

Auch Jean-Marie hat die Messe gestern genutzt, um sich über diverse Länder zu informieren. Wohin genau es in diesem Jahr gehen soll, muss er jedoch noch entscheiden. Eine Vorauswahl ist bereits getroffen. Norwegen, Ecuador, die USA und China stehen zur Diskussion. Sicherheitsbedenken halten ihn nicht vom Reisen ab. „Gefahren lauern überall“, erklärt er.

Schönes Wetter, gutes Essen

Camille sieht dies anders. „Ich bleibe am liebsten in jenen europäischen Ländern, in denen kein Krieg herrscht.“ Im Sommer soll es deshalb entweder in den Schwarzwald oder in Richtung Tirol gehen.

Johny liebäugelt seinerseits mit Teneriffa und dem Gardasee. „Für mich spielen vor allem angenehmes Wetter, gutes Essen und schöne Wanderwege eine Rolle“, sagt er.

Als Halb-Inderin und Halb-Luxemburgerin liegt Tau Indien besonders am Herzen. „Ich würde nicht in ein Land reisen, in dem die politische Situation unsicher ist“, erzählt sie. Fügt dann jedoch hinzu: „Es gibt viele Länder, an die die Menschen nicht denken, wo es jedoch schön und sicher ist.“

Urlaub zu Hause

Im Großherzogtum verbringen nur die wenigsten Luxemburger ihren Urlaub. Dennoch zieht das Land Jahr für Jahr zahlreiche Touristen an. „Noch liegen die exakten Zahlen für 2017 nicht vor, doch ich gehe davon aus, dass es im Vergleich zu den Vorjahren erneut ein Plus gegeben hat, was die Besucherzahlen angeht“, so Francine Closener, als Staatssekretärin für die Tourismusbranche zuständig. Aller Voraussicht nach wurden im vergangenen Jahr erstmals über drei Millionen Übernachtungen in den touristischen Infrastrukturen gezählt. Insbesondere die Jugendherbergen kannten einen deutlichen Zuwachs. Besonders erfreulich ist, dass wieder mehr Reisende aus den USA und Asien den Weg ins Großherzogtum gefunden haben. „Durch die Anschläge in den Nachbarländern hatte dies etwas abgenommen. Doch nun merkt man wieder, dass Luxemburg als sicheres Reiseland angesehen wird“, so Closener.

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Was die Sehenswürdigkeiten angeht, so waren in den vergangenen Monaten vor allem die Schlösser und Burgen beliebt.

Auf Qualität setzen

Der Tourismus soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Allerdings setzt das Ministerium auf einen Qualitätstourismus. „Der Besucher steht im Mittelpunkt. Es ist wichtig, seinen Ansprüchen gerecht zu werden. Dann wirbt er auch für Luxemburg“, erklärte Francine Closener.

Dazu beitragen, dass die Besucher auf ihre Kosten kommen, sollen neue Touristenführer. Über 100 Interessenten haben sich beworben, darunter viele Ausländer, die in Luxemburg leben. „Diese Menschen identifizieren sich mit dem Großherzogtum. Dies macht das Land einzigartig. Luxemburg ist ein Land, in dem man sich begegnet, eine große Kreuzung für Menschen aus allen Himmelsrichtungen“, so Closener. Darauf, auf gute Gastronomie, Rad-, Wanderwege und Spielplätze will das Ministerium auch in den kommenden Jahren setzen. „Das kommt Touristen und Einwohnern zugute“, erklärt die Staatssekretärin.

Die „Vakanz“ ist am Samstag und Sonntag noch von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

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